Der deutsche Kleinkunstpreis geht an...

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Mainz - ...Helmut Schleich! Damit erhält der Münchner die wichtigste Kleinkunst-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum.

Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Kleinkunstpreis wird jährlich vom Mainzer Forum-Theater unterhaus verliehen und gilt als die wichtigste Kleinkunst-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. Seit 1972 wählt eine vom unterhaus berufene Fachjury jährlich die besten Künstler aus den Sparten Kabarett, Chanson/Musik/Lied und Kleinkunst. In diesem Jahr geht der begehrte Preis in der Kategorie Kabarett an Helmut Schleich. Die Verleihung findet am 17. Februar in Mainz statt und wird von Kabarett-Altmeister Georg Schramm moderiert. der fernsehsender 3sat zeigt die Auszeichnung am 25. Februar um 20.15 Uhr.

"Kabarettistischer Figurenspieler und komödiantischer Parodist"

Mit Helmut Schleich zeichnet die Jury „einen kabarettistischen Figurenspieler und komödiantischen Parodisten aus, der sowohl die große und kleine Politik als auch die Tücken des Alltags wutschnaubend oder flüsternd mit Witz und Verve in’s satirische Visier nimmt. Der bayerische Schelm“, so die Preisrichter weiter, „parodiert Gott und die Welt, bis man sie erkennt.“ Helmut Schleich freut sich über die Ehrung: „Es ist schön, dass mein Kabarett bundesweit Beachtung findet. Der Deutsche Kleinkunstpreis ist der Oscar unserer Szene, die höchste Auszeichnung für einen Kabarettisten.“

Die mit 5.000 Euro verbundene Auszeichnung erhält Schleich für sein aktuelles Programm „Nicht mit mir“. Darin schlüpft der Münchner Kabarettist gekonnt in die unterschiedlichsten Rollen und präsentiert dem Publikum ein höchst vergnügliches Panoptikum aus schillernden Typen und kuriosen Gestalten. „Der Entscheidung für den Deutschen Kleinkunstpreis 2013 kann ich nur zustimmen“, sagte deshalb auch der rheinlandpfälzische Kulturstaatssekretär Walter Schumacher (SPD) und ergänzte: „Helmut Schleich ist für mich der beste Kurt-Beck-Parodist, den es gibt.“

„Nicht mit mir“: Helmut Schleich ruft in seinem aktuellen Stück zum Protest, zum Widerstand, zur Revolution auf. Galten bereits seine bisherigen Soloprogramme als Meilensteine des Typenkabaretts, legt Schleich in „Nicht mit mir“ noch einmal nach: Ob Franz Josef Strauß oder Papst Benedikt, seine präzise gezeichneten Figuren nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in die (Un-)Tiefen der bayerischen Befindlichkeit und führen ihm dabei die ergötzlichen Absurditäten des Alltags vor Augen.

Das ist Helmut Schleich:

1967 im oberbayerischen Schongau geboren, gründete Helmut Schleich während seiner Schulzeit mit Andreas Rüttenauer und Christian Springer das „Kabarett Fernrohr“. Von 1983 bis 1997 brachte das Trio in über 1.000 Auftritten zehn Programme auf die Bühne. Für Aufsehen sorgte vor allem das Stück „Die geile Messe“, das zur Zielscheibe scheinheiliger Proteste wurde und dessen Aufführung durch eine Bombendrohung verhindert werden sollte. Die drei Künstler zählen zu den Mitbegründern des Münchner Kleinkunst-Nachwuchsfestivals „Kabarett Kaktus“, für das Helmut Schleich heute noch als Veranstalter tätig ist.

1998 startete Helmut Schleich seine Solokarriere: „Brauereifrei“ wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. „Das Auge isst man mit“, sein zweites Soloprogramm, wurde im Jahr 2001 erstmals aufgeführt. 2004 folgte eine eigene Comedy-Sendung im Radio: „Heinzi & Kurti“, gespielt von Christian Springer und Helmut Schleich, haben mittlerweile Kultstatus bei den Hörern des Radiosenders Bayern 1. Mit „Mutanfall“ brachte Schleich 2005 sein drittes, mit „Der allerletzte Held“ im Jahr 2008 sein viertes Solostück auf die Bühne.

Seit 2001 ist Schleich in der Sendung „Spezlwirtschaft“ des Bayerischen Rundfunks zu sehen, in der BR-Abendschau spricht er als Nachfolger von Jörg Hube seit 2009 die Satire „Der große Max“. Außerdem wirkte er beim Schiffskabarett „Gamsbart Ahoi“ und der kabarettistischen Krönungsfeier „Ludwig IV“ auf Schloss Herrenchiemsee mit.

Nach einem fulminanten Auftritt als Franz Josef Strauß beim Starkbieranstich am Münchner Nockherberg im Jahr 2010 feierte sein aktuelles Programm „Nicht mit mir“ im April 2011 Premiere. Seit Juni 2011 ist Helmut Schleich zudem mit seiner Kabarett-Sendung „SchleichFernsehen“ im Bayerischen Rundfunk zu sehen.

Das sagt die Presse zum aktuellen Programm „Nicht mit mir“ dem Kabarettisten Helmut Schleich:

„Ein unwiderstehlicher Mix aus Klamauk und Feinsinn, Volkstheater und schauspielerischem Raffinement, liebevollem Spott über die Merkwürdigkeiten der Zeitgenossen und bös gemeinter Häme wider die Umtriebe der Mächtigen.“ Abendzeitung, 13.04.2011

„Nicht umsonst war der Schlussapplaus so anhaltend.“ Donaukurier, 02.05.2011

„Zum Schreien das Duell zwischen Papst Benedikt und FJS über die Behandlung von Protestanten beziehungsweise Demonstranten.“ Münchner Merkur, 14.04.2011

„Schleich brilliert. Sein Programm ist mitreißendes Kabarett, gespickt mit ironisch-satirischem Wort- und Theaterspiel. Eine höchst temperamentvolle Parade markanter Charaktere. Der Aufmarsch an Typen und Theorien (der Abgang der FDP ist pure Evolution) endete nach 90 Minuten geradezu furios. In einem Gemeinschaftsauftritt von Helmut Schmidt, Hans-Joachim Vogel und den Päpsten Benedikt XVI. und Johannes Paul II. mit Fischer, Seehofer und Stoiber. Und natürlich FJS und mit einer kongenialen Zugabe. Applaus und vorbei. Einfach Klasse.“ Südwest Presse Online, 20.02.2012

Simon Viktor, Büro-Bachmeier

Quelle: rosenheim24.de

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