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Mark Medlock muss wegen Beleidigung zahlen

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Mark Medlock

Erfurt - Sein Auftritt auf einer Firmenfeier in Gotha hat Sänger und DSDS-Gewinner Mark Medlock eine Klage eingebracht. Für seine Schimpftiraden gegen einen Moderator muss er Entschädigung zahlen.

Weil er einen Moderator übel beschimpft hat, muss der Sänger Mark Medlock (36) diesem eine Entschädigung von 3000 Euro zahlen. Ein entsprechendes Urteil gegen den früheren Gewinner der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) verkündete das Landgericht Erfurt am Freitag. Bei der Art der Beschimpfungen auf einer Firmenfeier vor 4000 Besuchern im September 2012 in Gotha handele es sich um eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts, sagte Zivilrichter Christoph von Friesen. Dies rechtfertige eine Entschädigung. Deren Höhe liegt allerdings unter der vom klagenden Moderator geforderten mindestens 5000 Euro.

Medlock muss außerdem einen Teil der Verfahrenskosten tragen. Das Urteil entspricht jenem Vergleichsvorschlag, den der Richter Ende September in einem Gütetermin unterbreitet hatte. Den Vergleich hatte der Moderator abgelehnt. In der Urteilsbegründung am Freitag verwies der Richter auf die Gesamtumstände der Veranstaltung, in denen Medlock nach eigener Darstellung vom Publikum selbst rassistisch beleidigt worden war.

Eine gezielte Profilierung des Sängers zulasten des Moderators konnte der Richter nicht erkennen. Im Gegenteil: Medlock habe sich mit den Beleidigungen, die per Videomitschnitt im Internet verbreitet wurden und dort vielfach kritisiert wurden, selbst geschadet. Angemessen sei deshalb eine niedrigere Entschädigung als vom Kläger gefordert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sowohl Medlock, der ebenso wie sein Anwalt zur Urteilsverkündung nicht erschienen war, als auch der Moderator können dagegen Berufung einlegen. Medlock hatte 2007 die vierte DSDS-Staffel gewonnen.

dpa

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