Biographie:

Das Leben des Robin Williams

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Unvergesen: Robin Williams

San Francisco - Seit seiner Rolle als liebenswürdiger Außerirdischer in den späten 70er Jahren war Robin Williams nicht mehr von der Leinwand wegzudenken. Seine Karriere war einzigartig:

Robin Williams konnte auf ein bewegtes und - natürlich - äußerst erfolgreiches Leben als Schauspieler zurückblicken. Obwohl beide Eltern keine Erfahrungen im Schauspiel hatten, wie so viele andere in Hollywood, fand er ohne große Umwege den Weg zur Bühne.

Das Politik-Studium war nicht sein Ding

Nach einem abgebrochenen Politik-Studium folgten erste Auftritte als Stand-Up-Comedian in San Francisco ehe die renommierteste Schauspielschule der Vereinigten Staaten ("Juilliard's") seine Türen für ihn öffnete. 21 Jahre war er damals jung. Auf der "Juilliard's" freundete sich Williams auch mit Christopher Reeve an, dem "Superman" der 80er-Jahre.

Drei Jahre Schauspielschule genügten ihm und es zog Robin Williams wieder auf die Bühne. Wieder zurück nach San Francisco - und wieder als Stand-Up-Comedian. Die Produzenten an der Westküste wurden schnell wieder auf ihn aufmerksam und nicht umsonst sollte er bereits im Alter von 26 mit dem großen Frank Sinatra auf der Bühne stehen.

Die Rolle seines Lebens

Für Robin Williams sollte es weiter steil bergauf gehen. Der Sohn eines Ford-Managers und einer Modelagentur-Gründerin wurde 1978 quasi über Nacht zum Star - mit einer Rolle, die nur für ihn geschaffen wurde: Der "Mork vom Ork" war geboren. Robin Williams verkörperte in dieser Fernsehserie einen Außerirdischen, der unsere Zivilisation immer wieder verblüfft beobachtete.

Doch wie viele andere ließ sich auch Robin Williams vom Ruhm verleiten und hatte mit Alkohol- und Drogenproblemen (Kokain) zu kämpfen. Erst die Geburt seines Sohnes mit seiner Frau Valerie Velardi ließ ihn umdenken: Eine Therapie, die er 1982 begann, war erfolgreich, Williams nach einem Jahr drogenfrei.

Stand-Up-Comedy, Serien... und großes Kino

Der "Neustart" in den 80er Jahren sollte etwas holprig verlaufen, doch spätestens im Jahr 1987 gelang ihm auch auf der Kinoleinwand wieder der Durchbruch. Das beherzt ins Radiomikrofon gerufene "Good Morning, Vietnam" hat heute wohl jeder im Ohr, der von Williams' Tod erfuhr. Für den gleichnamigen Film, in dem er als Radiomoderator die US-Soldaten vom Kriegsalltag in Vietnam ablenkt, erhielt er prompt einen Golden Globe.

In den darauf folgenden Jahren waren es vor allem tragikomödische Rollen in denen Williams glänzte - "Der Club der toten Dichter", "Zeit des Erwachens" oder "König der Fischer". Eine weitere Spielwiese - Jugend- und Familienfilme - betrat er schließlich in den 90er Jahren: Seine Rolle als "Peter Pan" in der Spielberg-Verfilmung von "Hook" blieb genauso in Erinnerung wie die des Familienvaters in "Jumanji".

1998 krönte ein Oscar seine Karriere

Weitere Meilensteine des Hollywood-Kinos folgten: Robin Williams als Kindermädchen in "Mrs. Doubtfire" - unvergessen. Und für seine Rolle in "Good Will Hunting" erhielt er 1998 den Oscar als bester Nebendarsteller.

Doch Robin Williams schaffte es auch, aus dieser Nische der eher unbeschwerten Filme herauszukommen. Nach der Jahrtausendwende schlüpfte er auch in etwas andere Rollen, wie zum Beispiel in einen Psychopaten. Williams spielte den Stalker in "One Hour Photo" (2002) aber genauso überzeugend wie den Kinderstar Peter Pan elf Jahre zuvor.

2006 wurde Williams noch einmal rückfällig und begab sich in eine Alkohol-Entzugsklinik. Der sympathische Schauspieler ging jedoch offen mit dieser Krankheit um und sprach auch in Late-Night-Talkshows über die Probleme dieser Sucht.

Williams wagte sich auch an die Beatles

Dass Robin Williams aber nicht nur vor der Kamera glänzen konnte, bewies er zum Beispiel auf einem Beatles-Tribut-Album ("In My Life"). Mit Bobby McFerrin singt er gemeinsam den Beatles-Song "Come Together".

Depressionen trotz erfüllten Lebens

Mit all seinen Erfolgen war Robin Williams ein Vorzeigeschauspieler Hollywoods, mit einem scheinbar erfüllten Leben - wären da nicht die Depressionen gewesen...

Filmografie

  • 1977: Laugh-In (Fernsehserie)
  • 1977: The Richard Pryor Show (Fernsehserie)
  • 1977: Eight Is Enough (Fernsehserie)
  • 1978: America 2-Night (Fernsehserie)
  • 1978–1979: Happy Days (Fernsehserie)
  • 1978–1982: Mork vom Ork (Mork & Mindy, Fernsehserie)
  • 1979: Out of the Blue (Fernsehserie)
  • 1980: Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag (Popeye)
  • 1982: The Billy Crystal Comedy Hour (Fernsehserie)
  • 1982: Garp und wie er die Welt sah (The World According to Garp)
  • 1982: Große Märchen mit großen Stars (Shelley Duvall’s Faerie Tale Theatre, Fernsehserie)
  • 1982: SCTV Network 90 (Fernsehserie)
  • 1983: Die Überlebenskünstler (The Survivors)
  • 1984: Moskau in New York (Moscow on the Hudson)
  • 1984: Pryor’s Place (Fernsehserie)
  • 1986: Rocket Man (The Best of Times)
  • 1986: Club Paradise
  • 1986: Das Geschäft des Lebens (Seize the Day)
  • 1987–2007: Today (Fernsehserie)
  • 1987: Dear America – Briefe aus Vietnam (Dear America: Letters Home from Vietnam) (Stimme von Baby-san)
  • 1987: Jonathan Winters: On the Ledge (Fernsehfilm)
  • 1987: Good Morning, Vietnam
  • 1988: Portrait of a White Marriage
  • 1988: Bobby McFerrin – Don’t Worry, Be Happy (Musikvideo)
  • 1988: Die Abenteuer des Baron Münchhausen (The Adventures of Baron Munchausen)
  • 1989: Der Club der toten Dichter (Dead Poets Society)
  • 1990: Cadillac Man
  • 1990: Zeit des Erwachens (Awakenings)
  • 1991: Schatten der Vergangenheit (Dead Again)
  • 1991: Clowns – Ihr Lachen bringt den Tod (Shakes the Clown)
  • 1991: König der Fischer (The Fisher King)
  • 1991: Hook
  • 1992: Toys
  • 1992: Aladdin (Sprechrolle)
  • 1993: Wer hat meine Familie geklaut? (Being Human)
  • 1993: Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen (Mrs. Doubtfire)
  • 1994: FernGully – Christa und Zaks Abenteuer im Regenwald (FernGully: The Last Rainforest)
  • 1994: Homicide (Homicide: Life on the Street, Fernsehserie)
  • 1995: Nine Months
  • 1995: To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar
  • 1995: Jumanji
  • 1996: The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel (The Birdcage)
  • 1996: Jack
  • 1996: Joseph Conrads Der Geheimagent (The Secret Agent)
  • 1996: Hamlet
  • 1997: Friends (Fernsehserie)
  • 1997: Ein Vater zuviel (Father’s Day)
  • 1997: Harry außer sich (Deconstructing Harry)
  • 1997: Flubber
  • 1997: Good Will Hunting
  • 1998: Hinter dem Horizont (What Dreams May Come)
  • 1998: Patch Adams
  • 1999: L.A. Docs (L.A. Doctors, Fernsehserie)
  • 1999: Jakob der Lügner (Jakob the Liar)
  • 1999: Der 200 Jahre Mann (Bicentennial Man)
  • 2001: A.I. – Künstliche Intelligenz (A.I. – Artificial Intelligence, Stimme)
  • 2002: One Hour Photo
  • 2002: Tötet Smoochy (Death to Smoochy)
  • 2002: Insomnia – Schlaflos (Insomnia)
  • 2003: Freedom: A History of Us (Fernsehserie)
  • 2003: Alles dreht sich um Bonnie (Life with Bonnie, Fernsehserie)
  • 2004: The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang (The Final Cut)
  • 2004: House of D
  • 2004: Noel
  • 2005: The Big White – Immer Ärger mit Raymond (The Big White)
  • 2006: Happy Feet
  • 2006: The Night Listener – Der nächtliche Lauscher (The Night Listener)
  • 2006: Die Chaoscamper (RV: Runaway Vacation)
  • 2006: Man of the Year
  • 2006: Nachts im Museum (Night at the Museum)
  • 2007: Lizenz zum Heiraten (License to Wed)
  • 2007: Der Klang des Herzens (August Rush)
  • 2008: Law & Order: Special Victims Unit (Fernsehserie, Folge 9x17)
  • 2009: Nachts im Museum 2 (Night at the Museum: Battle of the Smithsonian)
  • 2009: Shrink
  • 2009: Old Dogs – Daddy oder Deal (Old Dogs)
  • 2009: World’s Greatest Dad
  • 2009–2010: The Late Late Show with Craig Ferguson (Fernsehserie)
  • 2010: Industrial Light & Magic: Creating the Impossible (Fernsehdokumentarfilm)
  • 2010: Alan Carr: Chatty Man (Fernsehserie)
  • 2011: Happy Feet 2
  • 2012: Wilfred (Fernsehserie, Folge 2x01)
  • 2013: The Big Wedding
  • 2013: Der Butler (The Butler)
  • 2013: The Face of Love
  • 2013–2014: The Crazy Ones (Fernsehserie, 22 Folgen)
  • 2014: The Angriest Man in Brooklyn

Filmpreise

Academy Award (Oscar)

Nominierungen:

  • 1988: Bester Hauptdarsteller (Good Morning, Vietnam)
  • 1990: Bester Hauptdarsteller (Der Club der toten Dichter)
  • 1992: Bester Hauptdarsteller (König der Fischer)

Gewonnen:

  • 1998: Bester Nebendarsteller (Good Will Hunting)

Golden Globe

Nominierungen:

  • 1991: Bester Hauptdarsteller Film Drama (Zeit des Erwachens)
  • 1998: Bester Nebendarsteller (Good Will Hunting)
  • 1999: Bester Hauptdarsteller Film Komödie und Musical (Patch Adams)

Gewonnen:

  • 1979: Bester Hauptdarsteller Serie Komödie und Musical (Mork vom Ork)
  • 1988: Bester Hauptdarsteller Film Komödie und Musical (Good Morning, Vietnam)
  • 1992: Bester Hauptdarsteller Film Komödie und Musical (König der Fischer)
  • 1994: Bester Hauptdarsteller Film Komödie und Musical (Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen)
  • 2005: Cecil-B.-DeMille-Award (Lebenswerk)

Goldene Himbeere

Nominierungen:

  • 2000: Schlechtester Schauspieler (Der 200 Jahre Mann und Jakob der Lügner)
  • 2003: Schlechtester Nebendarsteller (Tötet Smoochy)

National Board of Review Award

Gewonnen:

  • 1990: Darsteller (Zeit des Erwachens)

xe/wikipedia

Quelle: rosenheim24.de

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