Pionier eines Genres

Rock-Legende mit 71 Jahren verstorben - Er schrieb regelmäßig Schlagzeilen

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Roky Erickson ist tot.

Roky Erickson ist tot. Der amerikanische Musiker und Sänger ist im Alter von 71 Jahren gestorben und galt als ein Pionier der psychedelischen Rockmusik.  

Austin - Roky Erickson hatte seinen größten Hit in den 1960er Jahren mit „You're Gonna Miss Me" mit seiner Band „13th Floor Elevators“ (1965 bis 1969). 

Erickson ist im Alter von 71 Jahren am 31. Mai 2019 in Austin (Texas) verstorben. Sein Bruder Mikel Erikson veröffentlichte die traurige Nachricht auf Facebook.

„Mein Bruder Roky ist heute friedlich verstorben. Bitte gebt uns Zeit. Musik und Lachen für immer“, schreibt Mikel Erikson zu einem Foto, auf dem er gemeinsam mit seinem Bruder Roky zu sehen ist. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Roky Erickson - Pionier des Psychedelic Rock

Roky Erickson wurde als Sänger und Gitarrist der „13th Floor Elevators“ berühmt. Unter Einfluss der damals noch erlaubten Droge LSD entstand der psychedelische Sound, der die Musikwelt nachhaltig beeinflusst hat. 

„The Psychedelic Sounds of the 13th Floor Elevators“ nannte sich das Debütalbum seiner US-Rockband, das zu den ersten Alben des Psychedelic Rocks zählt. Das Album aus dem Jahr 1966 wurde von seinen Künstlerkollegen sehr gefeiert. Dem Geschmack des Massenpublikums gefielt der jaulende Sound anfangs weniger.  

Roky Erickson gilt als tragische Figur in der Musikwelt. Sein Leben war geprägt von Drogen und mehreren Aufenthalten in der Psychiatrie. Erikson litt an Schizophrenie, wie das Musikmagazin rollingstone.de berichtete. Seine Krankheit besiegelte wohl auch das Ende von „13th Floor Elevators“. Sein psychischer Zustand besserte sich nicht. 

Roky Erickson kannte Höhen und Tiefen

In den 70er Jahren hatte Roky Erickson notariell festlegen lassen, dass er nicht der menschlichen Rasse angehörte, sondern ein Außerirdischer war, schreibt spiegel.de.

2005 erschien der Dokumentarfilm „You're Gonna Miss Me" von Regisseur Keven McAlester, noch im selben Jahr absolvierte Erickson sein erstes Konzert seit 20 Jahren. 2010 erschien mit „True Love Cast Out All Evil“ nach 14 Jahren ein Comeback-Album zusammen mit Okkervil River. Fünf Jahre später gab es in Austin auf dem Levitation Festival eine unerwartete Wiedervereinigung: einen gemeinsamen Auftritt mit „13th Floor Elevators“.

Zum letzten Mal stand Roky Erickson am 20. April auf einer Bühne in San Francisco.

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ml

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