Natalie Portman über Deutschland

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Natalie Portman auf der Premiere ihres Films "Thor - The Dark Kingdom" in Berlin.

München - Die in Israel geborene Schauspielerin Natalie Portman wird in Deutschland häufig auf den Holocaust angesprochen. Dennoch gibt es viel, was ihr an Land und Leuten gut gefällt.

Natalie Portman (32) sieht Israel nach wie vor als ihre Heimat, auch wenn sie bereits als Dreijährige mit ihrer Familie von Jerusalem nach New York gezogen ist. Das sagte die jüdisch-stämmige Schauspielerin der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch) in München.

Portman studierte Psychologie in Harvard, ihr Vater ist Mediziner. Doch neben dem wissenschaftlichen Einfluss habe sie immer ihre jüdischen Wurzeln bewahren wollen und auch in New York eine jüdische Schule besucht. „All das hat mich geprägt - aber mehr im kulturellen Sinn. Ich bin niemand, der regelmäßig in die Synagoge geht“, so die 32-Jährige.

Im Zweiten Weltkrieg starben die Urgroßeltern der Schauspielerin in einem deutschen Konzentrationslager. Dass sie in Deutschland immer wieder auf den Holocaust angesprochen wird, stört die Schauspielerin nicht: „Ich finde es besser zu reden, als Gras über die Dinge wachsen zu lassen.“ Die Deutschen hätten sich offenbar intensiver mit dem Judentum auseinander gesetzt als der Rest Europas. Bisher habe sie selbst nicht den Mut gefunden, ein ehemaliges KZ zu besuchen: „Aber ich habe das Gefühl, ich werde das irgendwann tun müssen“, sagte Portman.

Der Austausch verschiedenster Kulturen und Nationalitäten gefällt der 32-Jährigen an Deutschland besonders. Bei ihrem ersten Besuch sei sie noch skeptisch gewesen, „doch heute ist Berlin meine Lieblingsstadt in Europa“. Es gebe dort eine große Offenheit für unterschiedliche Kulturen. „Und es ist toll, dass es dort eine große jüdische Gemeinschaft gibt.“

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KNA

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