Nach dem Tod der Rock-Legende

Stars trauern um Lou Reed

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Lou Reed bei einem Konzert in der Zitadelle Spandau in Berlin.

New York - Prominente Kollegen und Fans des australischen Rockmusikers Lou Reed haben nach seinem Tod ihre Trauer bekundet. Sie sei ihm "extrem dankbar", bekundete etwa Mia Farrow.

Der kürzlich verstorbene Reed sei ein „außergewöhnlich begabter Sänger“ gewesen, der einen „tiefen Einfluss auf die Rockmusik und die gesamte Musikkultur gehabt habe“, teilten die Veranstalter der Grammys mit, die als weltweit bedeutendste Musikpreise gelten. Er habe „dem Mainstream Avantgarde beigebracht“, hieß es weiter. „Wir haben einen wahren Visionär und kreativen Anführer verloren, dessen bahnbrechende Arbeit für immer einen Platz in der Musikgeschichte haben wird.“

Zahlreiche Kollegen und Prominente betrauerten den Tod des Musikers beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Mein Freund Lou Reed ist am Ende seines Songs angelangt“, schrieb beispielsweise der Bestseller-Autor Salman Rushdie. „So traurig.“ Es sei ein „furchtbar trauriger Tag“, schrieb auch die Sängerin Kelly Osbourne.

Sie sei ihm „extrem dankbar“ für alles, twitterte Schauspielerin Mia Farrow. Reeds Musik sei genau die seiner Generation und immer noch relevant, schrieb ihr Kollege Samuel L. Jackson. Und der Hip-Hop-Produzent Russell Simmons twitterte: „New York hat eines seiner größten Geschenke verloren.“

Rocklegende Reed: Kontraton zum Hippie-Sound

Die von Großstadt-Erfahrungen geprägten Texte Reeds über Sex, Gewalt und Drogen kombiniert mit dem Hang seines Bassisten John Cale zu Klangexperimenten ergaben den charakteristischen düster-schrägen Sound der Band. Der stand damals vollkommen konträr zu den heiteren Klängen der Flower-Power-Bewegung.

Das erfolgreiche und von der Kritik gelobte Album „Loaded“ - das deutlich Reeds Handschrift trägt - kam erst kurz nach dessen Bandausstieg 1970 auf den Markt. Stücke wie „Sweet Jane“ oder „Rock'n'Roll“ wurden zu Klassikern in seinem Repertoire. Legendär sind auch seine Soloalben „Transformer“, „Metal Machine Music“ sowie seine Comeback-CD „New York“. 1996 wurde Reed als Mitglied von Velvet Underground in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Zuletzt widmete er sich verstärkt neuen Projekten und arbeitete mit Künstlern, Theater- und Filmemachern wie Robert Wilson, Wim Wenders und Julian Schnabel zusammen sowie mit der Metal-Band Metallica und seiner Ehefrau, der Performance-Künstlerin Laurie Anderson.

Die Zeit sei furchtbar schnell vergangenen, hatte Reed noch jüngst in einem Interview gesagt, „Wie konnte das passieren? Das hört nie auf, mich zu verwundern. Gerade war ich doch noch 19.“

dpa

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