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Trauer um Elisabeth Wiedemann

TV-Ehefrau von "Ekel Alfred" gestorben

Marquartstein/München - Ihre Rolle als Ehefrau von Alfred Tetzlaff in der Serie "Ein Herz und eine Seele" hatte sie deutschlandweit berühmt gemacht. Die großartige Elisabeth Wiedemann ist mit 89 Jahren gestorben.

Die Schauspielerin Elisabeth Wiedemann - berühmt geworden als Frau von „Ekel Alfred“ in der Kultserie „Ein Herz und eine Seele“ - ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Sie starb in der Nacht zum Mittwoch, wie ihre Nichte der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Wiedemann war die Letzte des legendären Familienserien-Quartetts, zu dem außer ihr Heinz Schubert (1925-1999), Hildegard Krekel (1952-2013) und Diether Krebs (1947-2000) gehörten. Wiedemann soll am Chiemsee beigesetzt werden.

Ihre Karriere begann Wiedemann, die in Bassum bei Bremen geboren wurde, als Balletttänzerin in Berlin. 1951 holte Gustaf Gründgens sie ans Düsseldorfer Schauspielhaus. Ihren Durchbruch aber hatte sie als „Ekel Alfreds“ Frau, Else Tetzlaff, die sie von 1973 an rund 20 Episoden lang spielte.

Regelmäßig wurde sie darin von ihrem Serien-Gatten (Heinz Schubert) als „dusselige Kuh“ beschimpft.

Elisabeth Wiedemann ist mit 89 Jahren bei München verstorben

1976 wurde die von Wolfgang Menge (1924-2012) erfundene Reihe „Ein Herz und eine Seele“ ohne sie und Serien-Schwiegersohn Diether Krebs wiederbelebt, aber kurz danach abgesetzt. „Der Westdeutsche Rundfunk war Wiedemann durch die langjährige Zusammenarbeit bei den Serien „Ein Herz und eine Seele“, „Im besten Alter“ und bei dem Fernsehfilm „Das Millionenspiel“ eng verbunden“, teilte der WDR am Mittwoch mit.

Im Jahr 1985 spielte Wiedemann in „Otto - Der Film“ mit, ihren letzten Auftritt vor der Kamera hatte sie in dem 2011 ausgestrahlten ARD-Liebesfilm „Sommerlicht“ mit Ruth Maria Kubitschek, der auf Mallorca gedreht wurde.

„Nicht zuletzt wegen ihrer überspitzten Darstellung des deutschen Hausmütterchens Else Tetzlaff ist die WDR-Serie „Ein Herz und eine Seele“ so populär geworden“, sagte Siegmund Grewenig, WDR-Programmbereichsleiter Unterhaltung, Familie und Kinder. „Elisabeth Wiedemann ist tot, ihre Else bleibt und damit eines der größten Kultprogramme der deutschen Fernsehgeschichte.“

Wiedemann lebte nach Angaben ihrer Nichte seit einigen Jahren in einem Altenheim im oberbayerischen Marquartstein. In dem Wohnheim habe sie auch ihren letzten Lebensgefährten kennengelernt.

Wiedemann soll auf dem Friedhof Hittenkirchen in der Gemeinde Bernau am Chiemsee beigesetzt werden, auf dem auch ihr erster Mann, der 1990 gestorbene Schauspieler Richard Lauffen, beerdigt wurde. Auf dem Friedhof befindet sich auch das Grab der Schauspielerin Elisabeth Flickenschildt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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