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Dritte Teil mit Oscar-Besetzung

Kino-Finale der Action-Reihe "96 Hours - Taken"

96 Hours
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Inspektor Franck Dotzler (Forest Whitaker) fahndet in "96 Hours - Taken 3" nach Bryan Mills (Liam Neeson).

Zum Abschluss der „96 Hours - Taken“-Trilogie bekommt Hauptdarsteller Liam Neeson Konkurrenz vom Oscar-prämierten Forest Whitaker. Doch der dritte Teil hat wenig Neues zu bieten.

Der Ex-CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) rettete seine Tochter Kim (Maggie Grace) und seine Frau Leonore (Famke Janssen) bereits zweimal aus den Klauen skrupelloser Verbrecher. Für den dritten Teil hat sich das bewährte Team um die Actionspezialisten Olivier Megaton („Colombiana“, „Transporter 3“) und Luc Besson („Léon – Der Profi“) allerdings nicht viel Neues einfallen lassen. Abgesehen davon vielleicht, dass es dem ewigen Helden Mills diesmal selbst an den Kragen geht. Er wird beschuldigt, seine inzwischen zur Ex avancierte Gattin umgebracht zu haben. Mit knapper Mühe entkommt er der Polizei, flüchtet mit Hilfe von Freunden in den Untergrund und beginnt, selbst nach dem Mörder zu fahnden.

Mit den beiden vorherigen Filmen hat „96 Hours – Taken 3“ wenig zu tun. Man darf sich also ohne Vorkenntnisse in diese extrem rasant geschnittenen Fortsetzung wagen. Was man wissen muss, erschließt sich schnell – und ist ebenso schnell wieder egal. Logische Sollbruchstellen bemerkt man kaum, und inmitten des Dauerbeschusses sind sie sofort vergessen. Wie üblich bei Megaton rumpelt und kracht und scheppert es so vernehmlich, dass letztlich wenig interessiert, was einem da gerade um die Ohren fliegt.

Produzent Luc Besson war es, der den nicht mehr ganz taufrischen Neeson 2008 mit „96 Hours“ zum graumelierten Actionhelden machte. Ein cleverer Schachzug, die Kinogängergeneration 50 plus für aufwändige Ballerfilme zu erwärmen. Der erste Teil war noch originell und bot manche Überraschung, auch was Effekte und Darstellerriege anging. Dazu passt diesmal die Besetzung des immer großartigen Forest Whitaker als Gegenspieler bei der Polizei. Während der lieber denkt, bevor er zuschlägt, darf Neeson im dritten Teil herumballern und sogar foltern, um aus potenziellen Verdächtigen Informationen herauszupressen.

Ob Besson und sein Regisseur Megaton damit die treuen Neeson-Fans bei der Stange halten, bleibt fraglich. Bereits „Taken 2“ war nur ein fader Abklatsch des Originals. Der dritte Teil bietet gar keine spannenden Momente mehr. Der Titel „96 Hours“ wird hier Programm – ähnlich lang fühlt sich der Film auch an.

von Ulrike Frick

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