Romy: Heute wird ihr Leben zum Film

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Eine hübsche und sinnliche Frau. Romy Schneider konnte sich gut verstellen. Sie zerbrach am Ende an dem tragischen Tod ihres Sohnes.

Hamburg - Unvergessene Romy Schneider: Heute Abend zeigt die ARD ihr Leben als TV-Film. Ein Fernseh-Ergeignis. Hauptdarstellerin Jessica Schwarz kommt Romy fast schmerzvoll nah.

Ein Leben lang wurde sie gemessen an der Rolle der „Sissi“, die sie als Teenager verkörperte. Sie selber wehrte sich gegen das niedliche Sissi-Image und rebellierte dagegen.


Romy Schneider - Leben und Karriere

So schön, so zerbrechlich: Romy Scheider © dpa
Romy und ihre große Liebe Alain Delon © dpa
Fotos von Romy waren oft Kunstwerke © dpa
Einer der vielen Bildbände über Romy © dpa
Filmszene aus späteren Jahren © dpa
Filmszene aus späteren Jahren © dpa
Filmszene aus späteren Jahren © dpa
Filmszene aus Romys schauspielerischen Anfängen © dpa
Romy wunderschön, sexy und verletztlich © dpa
Romy wunderschön, sexy und verletztlich © dpa
Romy wunderschön, sexy und verletztlich © dpa
Filmszene aus späteren Jahren © dpa
Romy als junge Frau © dpa
Romy als erwachsene Frau © dpa
Zwei deutsche Superstars des Kinos: Romy und Klaus Kinski © dpa
Romy und ihre Mutter Magda chneider © dpa
Madga Schneider mit einem Foto von Romy © dpa
Bilder einer Ausstellung © dpa
Bilder einer Ausstellung © dpa
Filmszene aus frühen Jahren © dpa
Auf einem Filmbball: Romy und Alain Delon © dpa
Romy beim Interview © dpa
Romy in einer Talkshow © dpa
Szene aus „Sissi“ © dpa
Mit Horst Buchholz beim Filmball © dpa
Momentaufnahme © dpa
Momentaufnahme © dpa
Momentaufnahme © dpa
Momentaufnahme © dpa
Mit Alain Delon in „Der Swimmingpool“ © dpa
Filmszene mit Mutter Magda Schneider © dpa
Romy in einem ihrer Kostümfilme © dpa
Segen und Fluch: Romy als „Sissi“ © dpa
Mit Karlheinz Böhm in „Sissi“ © dpa
Mit Karlheinz Böhm in „Sissi“ © dpa
Filmszene © dpa
Filmszene © dpa
Romy und Jessica Schwarz: Am 11. November zeigt die ARD einen TV-Film über das Leben des Stars © dpa
Romy und Jessica Schwarz: Am 11. November zeigt die ARD einen TV-Film über das Leben des Stars © dpa
Jessica Schwarz als Romy © dpa
Jessica Schwarz bei der Premiere von „Romy“ © dpa

In Frankreich vergötterte man sie als “La Schneider“, doch für die Deutschen blieb sie lange nur die “Sissi“. Romy Schneider, der österreichisch-deutsche Weltstar nach dem Zweiten Weltkrieg, und ihre Heimat hatten Zeit ihres Lebens ein schwieriges Verhältnis zueinander. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass ihr Leben erst jetzt, mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod, erstmals verfilmt worden ist. Am 11. November zeigt die ARD die aufwendig produzierte filmische Biografie “Romy“ mit Jessica Schwarz in der Titelrolle. Der Film soll dem Senderverbund zufolge eine Annäherung an den Menschen hinter dem Mythos Romy Schneider sein. Dieser Mythos speist sich aus der bewegten Lebensgeschichte einer außergewöhnlich schönen Frau, deren großes Talent, früher Ruhm und glamouröses Leben im Scheinwerferlicht immer wieder von privaten Tragödien überschattet wurden.


Beziehungspech

Da waren das Scheitern der Beziehung mit ihrer großen Liebe Alain Delon, das sie zu einem Selbstmordversuch trieb, der Selbstmord ihres Ex-Mannes Harry Meyen und der tragische wie grauenvolle Unfalltod ihres gemeinsamen Sohnes David im Alter von 14 Jahren. Am Ende steht ihr eigener, früher Tod im Alter von nur 43 Jahren am 29. Mai 1982. “Aus der Fülle an Material hätte man ein Dutzend Filme über das Leben von Romy Schneider machen können“, sagte Jessica Schwarz der Nachrichtenagentur AP und fügte hinzu: “Meine Wohnung sah ein Jahr lang aus wie ein Museum, überall lagen Bücher, Filme und Bilder von ihr.“ Im Film kommt Schwarz der Schauspielerin in Aussehen, Mimik und Gestik sehr nahe, ohne jedoch Romy Schneider imitieren zu wollen. Dazu wären deren Gesicht und charakteristische Stimme den Zuschauern wohl noch immer zu präsent.

Zuckersüßes Image

Zwtl: Von “Sissi“ zum internationalen Star Als österreichische Kaiserin “Sissi“ spielte sich Romy Schneider Mitte der 50er Jahre in die Herzen von Millionen Kinozuschauern. Doch der gefeierte Jungstar wollte bald weg vom sauberen Prinzessinnen-Image und weigerte sich, noch einen vierten Sissi-Film zu drehen. Bei Dreharbeiten in Frankreich verliebte sie sich in den damals noch fast unbekannten Alain Delon, den Guillaume Delorme im ARD-Film spielt. Mit dem Umzug zu Delon nach Paris rebellierte sie nicht nur gegen ihre Mutter, sondern brach auch mit den herrschenden Moralvorstellungen.

Frankreich als Befreiung

In Paris erlebte Romy Schneider erstmals ein Gefühl von persönlicher Freiheit und Unbeschwertheit. Gleichzeitig kämpfte sie um die Anerkennung als ernsthafte Schauspielerin und spielte unter namhaften Regisseuren wie Luchino Visconti Theater. Während Paris der gebürtigen Wienerin schnell zu Füßen lag, galt sie in Deutschland fortan als Verräterin, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt hatte, und wurde zum “Kassengift“. Für Jessica Schwarz war es nach eigener Aussage leicht, einen Zugang zu Romy Schneider zu finden. Vor allem schätze sie deren Spontaneität und Lust am Leben. “Das kenne ich auch, dass man sagt: Hey, ich lebe jetzt!“, betonte Schwarz. Zudem gebe es einige Parallelen im Leben der Schauspielerinnen: “Wir haben beide früh angefangen, in der Öffentlichkeit zu arbeiten und zunächst eher kommerzielle, als kreativ wertvolle Sachen gemacht.“ Von daher kenne sie das Gefühl, sich etwas beweisen zu wollen und auch den Druck, der mit großen Rollen einhergeht.

Nesselfieber bei den Dreharbeiten

Zwtl: Nesselfieber vor Aufregung am Set Am Set von “Romy“ führte dieser Druck wiederholt zu Nesselfieber bei der 32-Jährigen: “Die Maskenbildnerin hatte eine Menge Arbeit mit mir, vor allem bei der Bikini-Szene aus dem Film 'Swimmingpool'“, sagte Schwarz lachend. Solche Rollen seien dafür aber gut fürs Selbstbewusstsein. Romy Schneider dagegen haderte zeitlebens mit sich und bekämpfte ihre Ängste zunehmend mit Tabletten und Alkohol. Sie starb nach offiziellen Angaben an Herzversagen. “Jeder Künstler, der seinen Beruf liebt, ist in Gefahr, davon aufgefressen zu werden“, sagte Schwarz. Man müsse auf sich aufpassen und Grenzen ziehen.

 “Romy“ läuft am 11. November um 20.15 Uhr in der ARD. Im Anschluss um 22.00 Uhr zeigt das Erste zudem die Dokumentation “Romy Schneider - Eine Nahaufnahme.“

Kaiserin Elisabeth: Bilder des Mythos Sissi

Sie verdrehte vielen Männern den Kopf. © dpa
Wie der Fächer befindet sich dieses Kleid in Privatbesitz und wurde uns exklusiv für ein Foto zur Verfügung gestellt. Das Kleid stammt aus dem Jahr 1896 und zeigt, wie schlank die Kaiserin war. © Tanja Lugert
Ihr Leben ist ein Mythos. Schon zu Lebzeiten verstand sie es hervorragend, alles um ihre Person geheim zu halten. Kaiserin Elisabeth hatte einen einfachen, aber exquisiten Kleidergeschmack. Sie hasste die überladenen Kreolen. © dpa
Elisabeths Taufkleid. © dpa
Kaiserin Elisabeth liebte Meissner Porzellan. Solche Figuren, auch von ihrer Person, mussten  in jedem ihrer Feriendomizile aufgestellt werden. © dpa
Schloss Schönbrunn © dpa
Zuckersüße Zeichentrickserie „Sissi“. Sie läuft auf KIKA und vermittelt nicht nur historisch falsche Fakten an kleine Mädchen. Die Serie ist an Kitsch nicht zu überbieten. © dpa
Dieser Fächer befindet sich in Privatbesitz. Exklusiv für uns wurde er fotografiert. Mit solchen Fächern „tarnte“ sich die Kaiserin auf ihren Reisen. © Tanja Lugert
Sie war sich ihrer Schönheit bewusst. So setzte Elisabeth ihr Aussehen als Waffe ein, um ihren Willen zu bekommen. © dpa
Der italienische Anarchist Luigi Lucheni erstach die Kaiserin am 9. September 1998 in Genf.  Er wurde schnell gefasst. © dpa
Sammlerstück: Die Kaiserin selbst wollte nie, dass andere sie bewundern. Sie hasste es, wenn alle Blicke auf sie gerichtet waren. © dpa
Die Toilette der Kaiserin. © dpa
Sissi -Statue © dpa
Handschuhe der Kaiserin. Sie wurden auf einer „Kaiserauktion“ versteigert. Private Objekte der österreichischen Herrscherin sind hochbegehrt bei Sammlern. © dpa
Eine Kopie der Totenmaske. Das Orginal ist bis heute verschollen. © dpa
Kitsch! Zum hundertsten Todestag der Kaiserin, wurde neben einer Sissi-Porzellanpuppe auch eine Version ihres Cousins Ludwig II. angeboten. © dpa
Gedenkmünze © dpa
Elisabeths Gebetsbuch. Es wurde auf einer Auktion versteigert. © dpa
Nach dem Tod ihres Sohnes Rudolf trug Elisabeth nur noch Schwarz. Ganz selten, bei Hochzeiten oder Taufen, wechselte die Kaiserin für kurze Zeit ihre Kleidung. © dpa
Wurde zu wohltätigen Zwecken versteigert: e ine Stiefelette von Elisabeth. Sie hatte sehr schmale Füße, trug aber Größe 40. © dpa
Sissi-Ausstellung in Schloß Unterwittelsbach im Landkreis Aichach-Friedberg. Dort verbrachte die Kaiserin oft ihren Urlaub. © dpa
Hoch zu Roß! Elisabeth war passionierte Reiterin. In England verfeinerte sie ihre Technik. Heute würde man ihren Stil als „Military“ bezeichnen. © dpa
Auf Elisabeths Spuren. Am Starnberger See war die Herrscherin sehr gerne. Erst nach König Ludwigs Selbstmord mied sie den Ort für viele Jahre. Ihr passte es nicht, wie die Familie mit der Geschichte umging. © dpa
So harmonisch war es zwischen Sissi und Franz leider nie. Schon nach der Geburt der  zweiten Tochter war die Ehe des Kaiserpaars am Ende. © dpa
Elisabeths Milchzahn. © dpa
Fragmente ihres Hochzeitkleides... © dpa
...wo das restliche Material sich befindet, ist unbekannt © dpa
Gedenkstätte für die Kaiserin. Hier machte die Herrscherin Urlaub. © dpa
Schattensilhouette von Kaiserin Elisabeth. © dpa
Marmorstatue im Wiener Sissimuseum. © dpa
Griechenland: Elisabeth liebte Korfu mit seinen ästhetischen Figuren. © dpa

Quelle: rosenheim24.de

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