25 Jahre „Nachtjournal“ bei RTL

So wurde eine TV-Moderatorin abserviert - von ihrem eigenen Vorgänger

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Auf Erfolgskurs: Die Moderatoren-Riege von RTL mit Ilka Eßmüller. 

Besagte Moderatorin prägte die RTL-Sendung wie keine andere - doch zu Beginn ihrer Karriere erlebte die Journalistin eine Enttäuschung, von der bislang niemand wusste. 

Köln - Vor einem Vierteljahrhundert ging das RTL-„Nachtjournal“ an den Start - und schrieb deutsche Geschichte: Nie zuvor hatte es hierzulande eine Nachrichtensendung zu mitternächtlicher Stunde gegeben. 

Erst kurz darauf folgten die Öffentlichen-Rechtlichen ARD und ZDF dem Pionier RTL und zogen mit Sendungen wie dem ARD-“Nachtmagazin“ und „heute nacht“ nach. 

So avancierte das Nachtjournal zur Legende

Nach 25 Jahren kann die Redaktion auf erfolgreiche, aber auch skurrile Momente zurückblicken: Die Sendung wurde unter anderem mit dem „Goldenen Löwen“ in der Kategorie „Beste Informationssendung“ ausgezeichnet, legendär wird jedoch immer auch der Moment bleiben, in dem Moderatorin Ilka Eßmüller vor laufender Kamera in Ohnmacht fiel: Eßmüller hatte sich wegen ihrer Erkrankung am Norovirus „nicht so ganz wohlgefühlt“ und brach zusammen - Redaktionsleiter Christof Lang musste übernehmen und meisterte die Herausforderung glücklicherweise sehr professionell. 

Heiner Bremer überrascht mit spätem Geständnis

Ilka Eßmüllers Vorgänger Heiner Bremer und sie selbst gelten seit jeher als jene TV-Größen, die das Format am meisten prägten - umso überraschender wirkt nun das Geständnis, das Heiner Bremer kürzlich im Gespräch mit dem Express machte. 

Eßmüller hatte sich demnach schon 1994 um einen Job beim „Nachtjournal“ beworben - doch Bremer erteilte ihr damals eine eiskalte Absage. „Ich erinnere mich, dass wir eigentlich ein gutes Gespräch hatten und ich den Eindruck, Ilka hätte die Intention des ‚Nachtjournals‘ gut mitgetragen“, erklärte Bremer dem Express. Doch die junge Journalistin brachte damals offenbar zu wenig Erfahrung mit. 

Auch die 54-Jährige äußerte sich gegenüber dem Blatt: „Ich weiß noch genau, wie sehr ich mich auf das Vorstellungsgespräch gefreut habe, aber auch, dass ich voller Respekt vor dem großen Heiner Bremer hingefahren bin. Heiner hat ganz gezielt Fragen gestellt, freundlich, aber bestimmt. Ich hatte am Ende den Eindruck, dass das Gespräch wirklich gut gelaufen ist und dass ich Chancen hätte, eine Stelle zu bekommen.“ 

Doch ihre Hoffnungen wurden bitter enttäuscht: RTL war zu dem Zeitpunkt offenbar auf Sparkurs und wollte laut Bremer nur eine extrem kleine Redaktion haben. So suchte die Journalistin an anderer Stelle ihr Glück, landete schließlich bei RTL Berlin sowie „Punkt 12“ und sammelte dort wertvolle Erfahrungen, die ihr zuvor noch fehlten. „Und dann bin ich doch beim RTL Nachtjournal gelandet. In einer ganz anderen Funktion, nämlich als Hauptmoderatorin. Das ist schon lustig“, erzählt die heutige Erfolgsmoderatorin, die nach kleinen Stolpersteinen auf ihrem Karriereweg schließlich doch noch an ihren Traumjob gelangt war. 

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sl

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