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ZDF nimmt Böhmermann-Show kurzfristig aus dem Programm - der Grund scheint absurd

Das ZDF hat am Sonntagabend kurzfristig die neue Folge der Satiresendung „Schulz & Böhmermann“ aus dem Programm genommen. Der Grund? Eine Politikerin wurde als Gast eingeladen.

Berlin - Das ZDF hat am Sonntagabend kurzfristig die neue Folge der Satiresendung „Schulz & Böhmermann“ aus dem Programm genommen. Sie sollte um 23.15 Uhr auf ZDFneo zu sehen sein und zuvor bereits in der ZDF-Mediathek stehen. Der Grund dafür ist laut Sender, dass die SPD-Politikerin und Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, als Gast eingeladen war. Das sei ein Verstoß gegen die Regel, nach der Politiker im Zeitraum von sechs Wochen vor einer Wahl nicht in ZDF-Unterhaltungssendungen auftreten dürfen, erläuterte das ZDF. Zuvor hatten bereits mehrere Medien darüber berichtet.

Die Sendung soll dem ZDF zufolge aber nicht komplett in der Versenkung verschwinden, sondern zu einem späteren Zeitpunkt - nach der Bundestagswahl am 24. September - ausgestrahlt werden, sagte ein Sprecher des Senders. TV-Satiriker und Grimme-Preisträger Jan Böhmermann hatte am Sonntag in einem kurzen Tweet lediglich angekündigt: „Hier mein Statement zu der Medien-Nachricht, die heute Abend noch passiert: „Mir ist es zu doof, mich zu diesem Quatsch weiter zu äußern.““ Dazu stellte er ein Bild von Fozzy Bär aus der „Muppet Show“.

Ende März 2016 hatte das ZDF einen Beitrag Böhmermanns aus dessen Satireshow „Neo Magazin Royale“ nicht wie geplant im Hauptprogramm gesendet und aus der Mediathek entfernt, in dem er ein Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgetragen hatte. Erdogan stellte Strafanzeige wegen Beleidigung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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