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Hund: Wenn Ihr Vierbeiner sich so verhält, müssen sie auf jeden Fall handeln

Hund: Das Verhalten von Hunden zu deuten ist nicht immer einfach. Sobald Ihr Hund sich jedoch schlagartig so benimmt, sollten Sie sofort handeln.

  • Hunde sind in vielen deutschen Haushälten nicht wegzudenken
  • Das Verhalten der Tiere sendet den Besitzern oft eindeutige Zeichen
  • Falls Ihr Hund ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt, sollten Sie unbedingt handeln

München - Ohne Hunde wäre das Leben vieler Menschen um einiges einsamer. Immerhin scheinen die Vierbeiner an einem schlechten Tag ihres Herrchens ganz genau zu wissen, wie die Stimmung wieder besser wird. So wissen auch die meisten Besitzer, die verschiedensten Verhaltensweisen ihres Tieres (Hund: Zahlen und Statistiken zu Hunden in Deutschland*) zu deuten - etwa wenn der Hund krank ist, Hunger hat oder Spielen möchte. Bei einem bestimmten Verhalten der Vierbeiner sollten (Hunde: die teuersten Rassen der Welt*) Sie sich jedoch schnell an einen Tierarzt wenden, wie extratipp.com* berichtet.

Hund verkrampft sich oder bellt panisch? Bei diesem Verhalten sollten Sie handeln

Einige Hundebesitzer dürften folgendes Verhalten bereits bei ihren Hunden beobachtet haben: Der Hund rennt unkontrolliert durch die Gegend, die Augen verdrehen sind, das Tier verliert Speichel und bellt panisch. Auch kann es vorkommen, dass sich der Hund etwa während des Gassigehens total verkrampft, umfällt und auf der Seite liegend mit den Beinen rudert. 

Ein bestimmtes Verhalten Ihres Hundes sollte Ihnen Sorgen machen.

Auf die Worte des Herrchens reagiert in diesem Moment nicht mal der besterzogene Hund. Wenn Ihr Vierbeiner sich so verhält, sollten Sie sofort handeln - denn die Möglichkeit eines epileptischen Anfalls besteht.

Hund mit Epilepsie: Manche Rassen sogar anfälliger als andere

Dass Ihr Hund an Epilepsie leidet, ist je nach Rasse und Züchtung (Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen*) gar nicht so unwahrscheinlich, wie businessinsider.de berichtet. Belgische und Deutsche Schäferhunde, Irische Wolfshunde, Border Collies, Australian Shepherds, Beagles oder Dackel sind besonders anfällig für die Krankheit. „Bei einer bestimmten dänischen Zuchtlinie des Belgischen Schäferhunds erkrankt jedes dritte Individuum nachweislich an einer spezifischen, genetisch  bedingten Epilepsie“, so die Expertin Andrea Tipold. Die seien Effekte einer Zucht, „bei der manche Züchter Hunde mit entsprechenden genetischen Dispositionen wieder besseren Wissen in der Zucht belassen.“

Auch Dackel gehören zu den Rassen, die anfällig zur Epilepsie sind. 

So verhalten sich Hunde meist nach einem epileptischem Anfall

Insgesamt sind ein bis fünf Prozent aller Hunde von der Krankheit betroffen. Behandelt man die Epilepsie beim Hund nicht, kann dies zu bleibenden Schäden führen. Von einer epileptischen Krankheit spricht man jedoch erst, wenn es bei dem Vierbeiner mehr als einen Anfall gegeben hat. Nach dem Anfall fällt den Hundebesitzern oft ein kraftloses und erschöpftes Verhalten bei den Tieren auf. So kann man einen epileptischen Anfall auch bemerken, wenn man zu dem Zeitpunkt vielleicht nicht in der Nähe des Tieres war

Auch etwa Missbildungen, Verletzungen oder Entzündungen des Gehirns können ähnliche Symptome verursachen - bei so einem Verhalten, sollten Sie also unbedingt handeln. Derweil haben Forscher herausgefunden, dass Sie nie neben Ihrem Hund schlafen sollten - egal wie viel er bettelt*.

So wird Ihrem Hund bei Epilepsie geholfen

Der Tierarzt kann mit bestimmten Methoden herausfinden, ob Ihr Vierbeiner an Epilepsie erkrankt ist und dies der Grund für den Krampfanfall war. Bei manchen Hunderassen reicht laut businessinsider.de bereits ein Gentest. Mit Medikamenten kann dem Hund geholfen werden - heilen lässt sich Epilepsie jedoch nicht. Mit der richtigen Therapie erleiden bis zu 80 Prozent der Vierbeiner jedoch deutlich weniger Anfälle. Auch die Lebenserwartung ist nicht geringer, als bei „gesunden“ Hunden.

Hunde sind der beste Freund des Menschen - also zeigen wir den Tieren das auch gerne. Doch nun wurde enthüllt: Sie sollten Ihre Hunde nicht umarmen* - egal wie niedlich sie sind.

* extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © MARIO DAVILA/AGENCIAUNO / dpa / picture alliance /Sebastian Gollnow (Fotomontage)

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