55 Jahre MINI – eine Erfolgsgeschichte

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Den ersten MINI baute Alec Issigonis 1959 in London. Eine der Testfahrerinnen war Queen Elisabth II.

Seit seiner Erfindung im Jahr 1959 ist der MINI ein Kultauto. Die Ausstellung im BMW Museum in München nimmt seine Besucher auf eine Zeitreise durch mehr als ein halbes Jahrhundert MINI-Historie mit. Der begleitende Katalog ist im Hirmer Verlag erschienen.

Der MINI – klein, aber oho

Seine großen, runden Scheinwerfer, die hoch gezogene Windschutzscheibe und die kleinen Räder lassen den MINI auf Anhieb sympathisch wirken. Das Auto erfüllt die typischen Merkmale des sogenannten Kindchenschemas: große Augen, hohe Stirn, kurze Gliedmaßen. Nach diesem Prinzip entwarf der gebürtige Grieche Alec Issigonis 1959 den ersten MINI. Eine Fotografie des Originalfahrzeugs schmückt jetzt den Katalog „The MINI Story“, der im Hirmer Verlag erschienen ist. Der Band begleitet die gleichnamige Ausstellung im BMW Museum in München.

Ausstellung und Katalog zeigen mehr als 30 Originalfahrzeuge, seltene Skizzen und kostbare Kleinexponate aus 55 Jahren MINI-Geschichte – vom ersten Modell bis hin zu modernen Concept Cars. Diese sind nicht für die Produktion gedacht, sondern dienen als Vorführobjekte der neuesten Technik. Ein Highlight sind die außergewöhnlichen und extravaganten Sonderanfertigungen wie die Stretch-Limousine mit integriertem Whirlpool. Sie wurde bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen präsentiert.

Der MINI wird zum Kultauto

Der Ur-MINI von Erfinder Alec Issigonis überzeugte die High Society in den 1960er-Jahren auch ohne Whirlpool: Paul McCartney, Mick Jagger, Peter Sellers und Mary Quant fuhren alle MINI. Sogar Queen Elisabeth II. machte eine Spazierfahrt in dem kleinen Flitzer. Kastenförmig statt rund, kleine Außenmaße und ein quer zur Vorderachse eingebauter Motor – der Kleinwagen war anders als alle Autos davor.

Aufgrund seines neuen Designs, seiner Größe und Bauweise galt der MINI als alternativ und unkonventionell. Damit passte er perfekt in die Swinging Sixties und wurde über Nacht zum Kultobjekt. In den 1960er-Jahren herrschte in London eine Aufbruchstimmung: Friedensdemonstrationen, Konsum von Rauschmitteln und der Ruf nach sexueller Freiheit waren Ausdruck eines neuen Lebensgefühls. Musik und Mode präsentierten sich bunt, schrill und individualistisch – so wie das ungewöhnliche Auto von Alec Issigonis.

Ausstellung und Katalog zeigen den MINI im Wandel der Zeit

Der MINI-Erfinder arbeitete im Auftrag der British Motor Corporation, die später gemeinsam mit weiteren britischen Automobilherstellern zur Rover Group fusionierte. 1994 übernahm BMW die Rover Group und modernisierte den Kleinwagen. Grundlegende Merkmale wie Image, Design und Modellbezeichnungen sind aber bis heute gleich geblieben. Gerade diese verbindenden Elemente stehen im Zentrum von Ausstellung und Katalog.

Neben der Entwicklung der Marke wird auch der Zeitgeist der jeweiligen Epoche dargestellt. Dazu tragen die vielen Leihgaben von MINI-Fans und -Sammlern aus der ganzen Welt bei. Für sie ist der Kleinwagen nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl.

Der Katalog „The MINI Story“ nimmt den Leser auf eine abwechslungsreiche Spritztour mit: 80 Seiten Foto-Galerie, spannende Fakten und emotionale Anekdoten geben auf insgesamt 235 Seiten einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Kultautos. Damit kann der Katalog ebenso zum Liebhaberobjekt werden wie der MINI selbst.

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