Neuer Missbrauchs-Skandal?

57-Jähriger aus Österreich soll Töchter und Enkel über Jahre missbraucht haben

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Ein Österreicher soll siene Töchter und Enkel über Jahre missbraucht haben.

Ein 57-Jähriger aus Österreich soll seine Töchter und Enkeltöchter über Jahre sexuell missbraucht haben. Er streitet die Vorwürfe ab.

Mistelbach - Über viele Jahre soll ein 57-Jähriger aus Österreich seine beiden Töchter und zwei Enkeltöchter sexuell missbraucht haben. Alle Opfer seien während der Taten unmündig, also noch keine 14 Jahre alt gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Wie Polizeisprecher Heinz Holub der Deutschen Presse-Agentur erklärte, seien die beiden Töchter nach aktuellem Ermittlungsstand vor 2012 missbraucht worden. An den Enkelkindern verging sich der Mann dem Verdacht nach im vergangenen Jahr.

Mann streitet Vorwürfe ab

Der Mann hatte seit dem Tod einer seiner Töchter Ende 2017 die Obhut für die beiden Kinder inne. Zuvor hatten der 57-Jährige, seine Tochter und die beiden Mädchen gemeinsam im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich gelebt. Wo die noch lebende Tochter derzeit wohnt, sagte die Polizei nicht.

Nach einer Anzeige und ersten Ermittlungen wurde der 57-Jährige am 6. Februar festgenommen und sitzt in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft. Er wurde laut Polizei zu den Vorwürfen befragt, war aber nicht geständig. Aus Gründen des Opferschutzes hatte die Polizei den Fall zunächst nicht publik gemacht. In den nächsten Wochen sollen weitere Zeugen befragt werden. Die beiden Enkeltöchter werden derzeit vom Kinder- und Jugendhilfeträger betreut.

Zuletzt sorgte der Missbrauchs-Skandal auf einem Campingplatz in Lüdge für Aufsehen. Nun wurde bekannt, dass wichtige Beweismittel verschwunden sind.

Auch in der katholischen Kirche kehrt keine Ruhe ein. Auf Einladung von Papst Franziskus beraten die katholischen Bischöfe seit Donnerstagmorgen über Konsequenzen aus den Missbrauchsskandalen der Kirche.

dpa

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