Terror in Indonesien: neun Tote

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Jakarta - Bei zwei Bombenanschlägen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens neun Menschen getötet und 42 zum Teil schwer verletzt worden. Ziel der Anschläge: zwei Luxushotels! ++Video++ ++Offenbar keine EU-Bürger unter Opfer++ ++Hintergrund: Terroranschläge auf Hotels++ ++Manchester United sagt Spiel in Jakarta ab++

Betroffen von den Anschlägen sind die beiden Luxushotels Ritz Carlton und Marriott. Dort gab es mindestens neun Tote und 42 Verletzte.

Terror in Indonesien

Unter den Toten waren nach Angaben von Polizei und Ärzten vier Ausländer und unter den Verletzten 14. Laut n-tv gab es die meisten Toten im Ritz-Hotel. Nach Medienberichten soll es sich bei einem Toten um den Vorsitzenden der indonesischen Geschäftsstelle eines Schweizer Zementherstellers handeln. Ein weiterer Toter kam aus Neuseeland, wie Regierungschef John Key bestätigte. Ob Deutsche unter den Opfern sind ist noch nicht bekannt.

In die umliegenden Krankenhäuser seien 29 Opfer gebracht worden, berichteten Medien. Es sei mit höheren Opferzahlen zu rechnen, sagte Polizeisprecher Chrysnanda, weil viele Menschen lebensgefährlich verletzt wurden. Die Identifizierung sei im Gange.

Kurze Zeit nach den Anschlägen wurde von Sicherheitskräfte ein weiterer Sprengsatz entdeckt. Eine nicht explodierte Bombe wurde in einem Raum des Marriott-Hotels gefunden. Experten zerstörten den Blindgänger.

Explosionen zur Frühstückszeit

Ein Augenzeuge sagte, er habe zunächst eine laute Explosion im Marriott gehört. Etwa fünf Minuten später sei im Ritz Carlton eine Bombe detoniert.  

ap

Die Fassade des Ritz Carlton war weitgehend zerstört. Sie wurde von der Wucht der Detonation weggerissen, mehrere Fenster gingen zu Bruch. Die Straße vor den Hotels war von Trümmern und Glassplittern übersät. Aus den Wänden ragten abgerissene Rohre. Teppichfetzen hingen aus den Löchern. Der erste und zweite Stock sind ersten Berichten zufolge vollständig zerstört.

Die Bomben explodierten am Morgen während der Frühstückszeit. Die beiden Hotels im Geschäftsbezirk gelten als besonders gut geschützt und werden deshalb häufig von Ausländern auch für Geschäftstreffen genutzt. „In der Lobby sah es aus wie im Krieg“, sagte Augenzeuge Ikrar Nusa Bakti, der mit seiner Tochter im Marriott war, dem Sender „Channel News Asia“. „Überall Rauch, und die Menschen rannten in Panik aus dem Gebäude.“

Islamisten unter Verdacht

Terrorismus-Experten verdächtigten die Terrororganisation Jamaah Islamiyah.

Das Marriott war 2003 schon einmal Ziel eines Anschlags. Damals wurden zwölf Menschen getötet. Für die Tat wurde das südostasiatische Terrornetzwerk Jemaah Islamiyah verantwortlich gemacht. Seit drei Jahren gab es in Indonesien keinen größeren Terroranschlag mehr.

Kein dritter Anschlag

Eine Explosion im Norden Jakartas erschütterte kurze Zeit später die Umgebung und schürte Angst vor weiteren Anschlägen. Wie sich herausstellte, ging eine defekte Autobatterie in die Luft. Das Fahrzeug geriet in Brand, zwei Menschen starben. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

dpa/ap

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © ap

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