Los Angeles: Chaos-Stau bleibt aus

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Los Angeles - Die befürchtete “Auto-Apokalypse“ in Los Angeles ist nach der Sperrung der meistbefahrenen Autobahn der Millionenstadt ausgeblieben.

“Es ist mausetot dort draußen“, sagte der Bezirkspolitiker Zev Yaroslavsky nach einem Rundflug über den Westteil der Stadt am Samstag der “Los Angeles Times“. Er lobte alle, die ihre Fahrzeuge stehen gelassen hatten. “Sie haben “Carmageddon“ zu “Carmaheaven“ gemacht“. In Anlehnung an den Untergangsfilm “Armageddon“ trug der befürchtete Megastau den Namen “Carmageddon“.

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Das ganze Wochenende sollte ein 16 Kilometer langer Abschnitt der Stadtautobahn 405 komplett für den Verkehr gesperrt werden. Gewöhnlich fahren dort täglich mehr als 300 000 Autos. Eine Brücke wird abgerissen, um Platz für eine weitere Fahrspur zu machen. Die Autobahn ist die wichtigste Verkehrsader im Westen der Stadt.

Um den Megastau zu verhindern, hatte die Stadt seit Wochen an die Autofahrer appelliert, ihre Fahrzeuge stehen zu lassen. Stars wie Tom Hanks und Ashton Kutcher machten via Twitter bei der Warnaktion mit. Am Samstag twitterte Schauspielerin Jessica Alba über “null Verkehr“. Es sei wie an Weihnachten, friedlich und ruhig. “Macht die Autobahn 405 für immer dicht!!“, schlug Schauspieler Rob Lowe auf der Kurznachrichtenplattform vor.

Eine Handvoll Schaulustige, darunter Jogger und Fahrradfahrer, wurden bei dem Versuch ertappt, den geschlossenen Highway zu betreten. Nach Polizeiangaben wurden zwei Radfahrer auf der Geisterstraße festgenommen.

Eine Fluggesellschaft bot am Wochenende extra Billigflüge zwischen Burbank und Long Beach über den geschlossenen Highway an. Im Vorverkauf waren die Plätze schnell vergriffen. In der Autostadt L.A. wollten anscheinend viele einen Blick auf eine leere Straße erhaschen.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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