Nur noch 30 Häftlinge im Gefängnis

Angriff auf Gefängnis im Kongo: Rund 930 Häftlinge entflohen

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Polizisten patroullieren nach der Gefängnisbefreiung im Kongo.

Im Kongo wurde ein Gefängnis angegriffen. Elf Menschen wurden dabei getötet. Es ist dort nicht der erste Vorfall dieser Art. Ende Mai waren circa 4000 Häftlinge entflohen.

Goma - Nach einem bewaffneten Angriff auf ein Gefängnis im Ostens Kongos sind rund 930 Häftlinge entflohen. Bei der Attacke am Sonntag in der Stadt Beni in der Region Nord-Kivu nahe der Grenze zu Uganda wurden zudem elf Menschen getötet, darunter acht Sicherheitsbeamte. Wie Provinzgouverneur Julien Paluku Kahongya weiter mitteilte, sind nur 30 der ursprünglich 966 Gefangenen in der Haftanstalt Kangbayi verblieben.

Die meisten Häftlinge sind Mitglieder der Rebellengruppe Allied Democratic Forces (ADF), die seit rund 20 Jahren in Uganda und im Kongo aktiv ist - so wie viele weitere Milizen. Oft geht es ihnen weniger um Politik als um die Bodenschätze der Region wie Gold, Diamanten und Coltan.

Viele der geflohenen ADF-Rebellen sollten sich wegen mutmaßlicher Massaker an Zivilisten vor Gericht verantworten. Ein Vertreter der Bürgerschaft der Stadt Beni, Gilbert Kambale, sagte, die Flüchtigen seien hochgefährlich. Man habe im übrigen seit Wochen um eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen gebeten.

Erst Ende Mai waren nach einem Angriff auf das größte Gefängnis im Kongo schätzungsweise rund 4000 Häftlinge entflohen. Bei dem Angriff in Khinshasa hatten Mitglieder einer christlichen Sekte ihren Anführer befreit.

dpa

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