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Vakzin sorgt erneut für Schlagzeilen

Astrazeneca-Impfstoff nun doch für eine Altersgruppe besonders geeignet? Drei Länder ändern ihre Empfehlung

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums hält ein Fläschchen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff gegen Corona in seiner Hand.
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Astrazeneca kommt aus den Schlagzeilen einfach nicht heraus. (Symbolbild)

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca sorgt erneut für Schlagzeilen, nun ändern gleich drei Länder ihre Empfehlung. Das Vakzin solle besonders bei älteren Personen eingesetzt werden.

Stockholm - Während sich das Coronavirus in Deutschland und der Welt immer weiter ausbreitet, kommt der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus. Während das Vakzin offenbar sehr selten schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen kann, sorgt auch die Empfehlung für bestimmte Altersgruppen immer wieder für Verwirrung. Während der Corona-Impfstoff zunächst nicht an ältere Personen verimpft werden sollte, zu unsicher sei der Schutz bei Älteren, ändert nun Schweden seine Empfehlung. Nun soll der Impfstoff vorrangig besonders bei älteren Personen zum Einsatz kommen.

Astrazeneca-Impfstoff: Drei Länder ändern Empfehlung - nun sollen vor allem Ältere den Wirkstoff bekommen

Doch damit steht Schweden nicht alleine da, auch Finnland und Island wollen den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca zunächst nur bei älteren Menschen einsetzen. „Astrazeneca ist ein sehr effektiver Impfstoff“, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Donnerstag. Bei älteren Menschen habe man nicht so viele ernsthafte Nebenwirkungen festgestellt. „Deshalb empfehlen wir den Impfstoff für Menschen, die 65 Jahre alt und älter sind.“ Weil es in den jüngeren Altersgruppen überall in Europa ernste Fälle gebe, werde man für diese Gruppe den Corona-Impfstoff weiter aussetzen, bis man mehr Erkenntnisse habe.

Astrazeneca-Impfstoff: Dänemark verlängert währenddessen Impfpause

Wie viele andere Länder hatte Schweden den Einsatz des Astrazeneca-Mittels eingestellt, nachdem bei einigen Menschen Blutgerinnsel nach der Impfung aufgetreten waren. Ein Zusammenhang ist bislang nicht nachgewiesen. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA zu dem Schluss kam, dass der Impfstoff sicher sei, haben die meisten Länder die Impfung mit dem Mittel wieder aufgenommen. Dänemark hatte am Donnerstag angekündigt, die Impfpause um drei Wochen zu verlängern. Zwei Mitarbeiter eines Krankenhauses waren zuvor schwer nach einer Impfung mit dem Vakzin erkrankt, eine der beiden Personen verstarb kurz darauf.

Und auch Österreich hatte Anfang des Monats mehrere Fälle von schwer erkranktem Krankenhauspersonal gemeldet, eine Krankenschwester starb nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff. Ein offensichtlicher Zusammenhang wurde vor wenigen Tagen bestätigt.