Lage in Österreich bessert sich nach Ausnahmezustand

Bergsteiger aus München (57) im Floitenbach ertrunken

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Ein Mann aus München ist unter den sechs Todesopfern. Er ertrank im Floitenbach. 
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  • Martina Hunger
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Wien - Nach schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturm kam es in Teilen Österreichs und Norditaliens zu Hochwasser und Murenabgängen. Dabei kamen insgesamt sechs Menschen ums Leben, darunter auch ein Mann aus München.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Schwere Unwetter in Österreich und im Norden Italiens am Wochenende
  • Insgesamt sechs Todesopfer. Darunter ein Mann aus München.
  • Murenabgänge und Überschwemmungen sorgten für hohe Schäden
  • Gebiete waren teilweise von der Außenwelt abgeschnitten
  • Lage entspannte sich erst seit Sonntagnachmittag langsam
  • Aufräumarbeiten werden auch in den nächsten Tagen noch andauern

Update, 20.20 Uhr: Bilder von der Suchaktion

Am Montagvormittag wurde im Floitenbach im Zillertal ein am Vortag vermisster Bergsteiger aus München tot aufgefunden. Zuvor war mit großem Aufgebot nach ihm gesucht worden. Laut der Tiroler Polizei war der 57-Jährige am Sonntagnachmittag in den Hochwasser führenden Floitenbach im Zillertal gestürzt und von der reißenden Strömung abgetrieben worden. Laut dem Bayerischen Rundfunk hatte er versucht, den Bach mit einem Drahtseil zu überqueren. 

Bilder von der Suchaktion nach dem im Floitenbach ertrunkenen Münchner

Update, 18.30 Uhr: Lage bessert sich

Die Lage in den Unwettergebieten von Österreich bessert sich nach einer ruhigen Nacht zum Montag. Das von der Umwelt abgeschnittene Großarltal kann seit 5.00 Uhr früh mit dem Auto auf einer Spur wieder verlassen werden. "Wir haben das Schlimmste hinter uns", sagte Feuerwehrkommandant Josef Promegger. Das bei Urlaubern beliebte Tal im Bundesland Salzburg war besonders stark von Regen, Hagel und Schlammlawinen betroffen.

Auch Italien kämpfte am Wochenende gegen die Wetterkapriolen. Es gab mehrere Todesopfer im Nordosten des Landes. Eine Frau starb, weil Geröllmassen ihr Auto verschütteten. Zwei Männer in Italien und Österreich verloren ihr Leben durch Blitzschläge. Zudem starben in den beiden Ländern zwei Menschen, als auf Campingplätzen wohl Bäume auf ihre Zelte fielen.

In Österreich war die Landstraße aus und in den Touristenort Großarl zuvor durch eine Mure auf einer Länge von zwei Kilometern verschüttet. Viele Reisende, darunter auch Deutsche, saßen im Tal fest. Zwei Notfalllager wurden errichtet.

Als die Straße aus dem Dorf frühmorgens freigegeben wurde, sei der Andrang sehr groß gewesen. "Es gab richtige Kolonnen", sagte Promegger. Vor allem Pendler wollten ihre Arbeitsstellen pünktlich erreichen. Welchen Schaden das Unwetter tatsächlich angerichtet hat, war zunächst nicht klar. Mehrere Behörden hatten sich für Montag in dem Tal im Pongau angekündigt: Mit Luftaufnahmen soll das ganze Ausmaß festgestellt werden. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind gut. Es soll nicht weiter regnen.

Pegelstände beginnen langsam zu sinken

Auch die Lage in der Steiermark entspannt sich langsam. Einige Gebiete waren wegen der Verwüstungen zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Pegelstände in den Flüssen und Bächen beginnen nun langsam zu sinken. Soldaten wurden zur Hilfe in das Gebiet geschickt. Die Regierungsspitze sprach Mittel aus dem Katastrophenfonds zu.

Österreichs Nachbarland blieb ebenfalls nicht verschont: Nach der großen Hitze spielt das Wetter in Italien verrückt. Während sich der Süden zum Wochenstart immer noch auf hohe Temperaturen, Trockenheit und Waldbrände einstellen muss, sind die Einsatzkräfte im Norden nach schweren Unwettern mit Aufräumen beschäftigt. Im Nordosten hatten die Unwetter am schlimmsten gewütet, mehrere Menschen starben.

Ein Erdrutsch hatte am Wochenende 80 Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Sie hatten sich in der Lombardei in einer Hütte im Tal Predarossa aufgehalten. Die Bergrettung sprach allgemein von mehreren Opfern und rief die Menschen auf, die Unwetterwarnungen ernst zu nehmen. Über die Höhe der Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Am Montag beruhigte sich die Lage wieder. Es gab zunächst keine Warnungen.

dpa

UPDATE, 16.10 Uhr - Toter Deutscher kam aus München

Der im Floitenbach ertrunkene Wanderer kommt laut Informationen der Abendzeitung aus München. Der Bergsteiger wollte den Floitenbach bei Ginzling überqueren, als ihn die Wassermassen des Hochwassers mitrissen.

UPDATE, 14.30 Uhr - Vermisster Deutscher tot aufgefunden

Am Montag, gegen 10 Uhr, wurde der 57-jährige Deutsche im Floitenbach tot aufgefunden. Am Sonntagnachmittag war der Mann in den hochwasserführenden Floitenbach gestürzt. Eine groß angelegte Suchaktion musste am Abend abgebrochen werden.

Presseaussendung der Landespolizeidirektion Tirol  

UPDATE, 10.20 Uhr - Kajakfahrer kentern

Am Sonntag, gegen 17 Uhr, fuhren ein 75-jähriger Deutscher und eine 59-jährige Österreicherin mit Kajaks von der Martinauer Brücke im Gemeindegebiet von Elmen auf dem Lech in Richtung Weißenbach.

Nach zirka einem Kilometer kenterte das Boot der Frau. Sie rettete sich an Land, ging zu ihrem Auto zurück und fuhr zum vereinbarten Zielpunkt in Weißenbach.

Nachdem der Mann dort nicht ankam, setzte die Frau gegen 20.15 Uhr einen Notruf ab. Eine Suchaktion unter Beteiligung der Feuerwehr Weißenbach und der Wasserrettung Reutte wurde eingeleitet.

Gegen 21.15 Uhr konnte der Mann mit seinem Kajak auf einer Schotterbank von der Feuerwehr gesichtet und von der Wasserrettung geborgen werden. Der stark unterkühlte 75-Jährige wurde von der Rettung in das Krankenhaus Reutte eingeliefert.

Presseaussendung der Landespolizeidirektion Tirol

UPDATE, 7.10 Uhr - Vier Tote in Norditalien

Bei den schweren Unwettern sind im Norden Italiens mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Eines der Opfer kam aus Belgien, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 41-Jährige wurde demnach in der Region Friaul von einem umgestürzten Baum in seinem Zelt erschlagen.

Bei e inem Festival in Marziai in den Dolomiten wurde ein Mann durch ebenfalls durch einen entwurzelten Baum erschlagen. In derselben Region wurde ein Spaziergänger durch einen Blitz getötet.

Bereits am Samstag war eine Frau nahe des bekannten Wintersportortes Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten ums Leben gekommen. Ihr Auto wurde unter Geröll begraben in einem Flussbett entdeckt. Rettungskräften sei es nicht gelungen, die Frau wiederzubeleben, teilte die Polizei mit.

Bilder von den Auswirkungen der Unwetter im Salzburger Land

UPDATE, Montag, 6.55 Uhr - 77-Jähriger von Blitz erschlagen

Der 57-jährige Deutsche, der am Sonntag im Zillertal in den Floitenbach gestürzt war, wird weiterhin vermisst. Laut einem Bericht der Tiroler Tageszeitung musste die Suche nach dem Mann am Sonntagabend ergebnislos abgebrochen werden. Am Montag soll es aber weitergehen. Derzeit sieht der Plan vor, dass im Laufe des Vormittags mehrere Wasserretter mit einem Helikopter das Gebiet abfliegen und nach dem Vermissten suchen.

Schlimme Nachrichten gibt es auch aus anderen Teilen Österreichs: Mehrere Orte in der Steiermark und im Bundesland Salzburg waren am Sonntag auf dem Straßenweg nicht mehr zu erreichen. Die Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz, in der Obersteiermark rückte das Bundesheer zur Unterstützung an.

Ein besonders tragischer Vorfall ereignete sich am Sonntagvormittag in Oberösterreich: Ein 77-Jähriger wurde in Waldzell (bei Ried) durch einen Blitzschlag getötet. Der Mann hatte an der Unfallstelle zunächst reanimiert werden können, war aber wenig später im Krankenhaus gestorben. 

UPDATE, 21.15 Uhr: Deutscher im Floitenbach vermisst

Ein 57-jähriger Deutscher stürzte laut Polizeibericht gegen 15.15 Uhr in den hochwasserführenden Floitenbach im Floitental, im Gemeindegebiet von Ginzling. Er wird seitdem vermisst. Ein großangelegter Sucheinsatz ist derzeit im Gange.

Dieser musste jedoch laut der Tiroler Tageszeitung am Abend abgebrochen werden. Zuvor sei er bereits durch das Wetter und immer wieder abgehende Muren behindert worden. 

Update, 19 Uhr: Große Schäden in ganz Österreich

Schwere Unwetter haben in Österreich große Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren in der Nacht zum Sonntag bei Urlaubern beliebte Salzburger Orte: Sintflutartiger Regen hat das Großarltal von der Umwelt abgeschnitten. Die Straße aus dem Tal in St. Johann im Pongau war laut Polizei gesperrt. Aufräumarbeiten waren nach Schlammlawinen am Sonntag im Gange. Die Mure riss sogar Fahrzeuge mit sich. „Ich habe schon viel erlebt, aber noch nie so etwas Arges“, sagte Feuerwehrkommandant Josef Promegger.

Insgesamt rückten 680 Feuerwehrleute zu rund 100 Einsätzen im Gebiet des Salzburger Lungau, Pongau und Pinzgau aus. Für Sonntagnachmittag wurde erneut Regen erwartet. Auch Obertauern war nach den Murenabgängen nicht mehr auf dem Straßenweg zu erreichen. 

Notfalllager und Hubschraubereinsätze

Aus dem Großarltal mussten wegen medizinischer Notfälle mehrere Menschen per Hubschrauber oder mit einem Lastwagen aus dem Tal gebracht werden. Die Gäste eines Hotels wurden wegen Überflutungsgefahr in die oberen Geschosse des Gebäudes gebracht. Viele Urlauber, darunter Deutsche, flüchteten in zwei Notfalllager. Wann sie das Tal wieder verlassen können, war zunächst unklar.

Die Großarler Ache ist mehrfach über das Ufer getreten. Ein Video auf der Facebookseite der Freiwilligen Feuerwehr zeigte, wie ein reißender Fluss begleitet von Donnern durch den Ort zieht. Die Straßen wurden zum Teil bis zu zwei Meter hoch mit Geröll und Schlamm bedeckt. Zwei Menschen wurden im Auto von der Mure eingeschlossen. Sie blieben unverletzt.

Unmengen an Geröll versperrten auch die Fahrbahn nach Obertauern. In der Nacht zum Sonntag mussten rund 50 Personen geborgen werden, die mit ihren Fahrzeugen eingeschlossen waren. 

Sölkpass-Straße über 100 Meter weggerissen

Starkregen und Hagel zogen nachts auch über die Steiermark. Kaum waren die Aufräumarbeiten von der letzten Gewitterfront vom Freitagabend angelaufen, zogen am Wochenende neue Unwetter auf. Bäche traten über die Ufer, Hänge rutschten ab und Bäume stürzten auf die Straßen. Zahlreiche Keller wurden geflutet und Häuser evakuiert. Besonders betroffen waren die Bezirke Murau, Murtal und Liezen.

Die Sölkpass-Straße wurde in Liezen auf einer Länge von mindestens 100 Metern komplett weggerissen. Sonntagmittag wurde zudem ein Wanderer vermisst. Der Rest seiner Gruppe war bereits gefunden und mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht worden. Die Hagelversicherung schätzte den Schaden für die steirische Landwirtschaft durch die jüngsten Unwetter auf eine Million Euro.

Auch in Tirol waren die Einsatzkräfte wegen Vermurungen, Hangrutschungen und überfluteter Keller im Dauereinsatz. Die größten Auswirkungen waren im Ziller-, Wipp- und Stubaital sowie in Osttirol zu spüren.

dpa

Update, Sonntag 17.20 Uhr: Großartltal weiter abgeschnitten

Die Großarler Landesstraße bleibt zwischen Einfahrt Schieddorf und Einfahrt Sonneggweg weiter total gesperrt. Dauer noch nicht absehbar! Ein mächtiger Murenabgang hat die Straße verschüttet. Die Großarler Ache ist an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Der Keller und das Erdgeschoss eines Hotels wurden überflutet. Ein weiteres Wohnhaus steht noch unter Wasser. Dieses ist jedoch nicht zugänglich. Zwei Personen konnten aus der Mure gerettet werden. Mehrere Fahrzeuge wurden mitgerissen.

Die Feuerwehren Großarl, Hüttschlag und St. Johann bzw. Bergrettung Großarl sind mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Im Feuerwehrwehrhaus Großarl wurde ein Krisenstab zwischen Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergrettung, Polizei und Gemeinde eingerichtet. Die medizinische Versorgung im Tal ist durch das Rote Kreuz bzw. Dr. Toferer sichergestellt. Bei der Bergrettung wurde eine Sanitätsstation aufgebaut. Es gab auch schon einen medizinischen Notfall.

In der Auschule und der Hauptschule wurden Notquartiere eingerichtet. Diese wurden auch sofort von gestrandeten Personen bezogen.

Insgesamt wurden 10 Einsatzstellen (Vermurungen, Überflutungen, Wasserschäden) im gesamten Gemeindegebiet abgearbeitet. Die Straßen nach Hüttschlag und Ellmau sind nach den Murenabgängen wieder frei.

Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Großarl

Erstmeldung, Sonntag 10.10 Uhr:

Am Abend des 5. August 2017 gingen im Lungau und Pongau aufgrund eines heftigen Unwetters mehrere Muren ab bzw. stiegen Bäche über die Ufer. Straßen mussten gesperrt und Menschen evakuiert werden.

Ein Überblick:

B99 nach Murenabgang gesperrt

Gegen 20.45 Uhr kam es auf der Katschberg Straße (B 99) zwischen Unter- und Obertauern zu mehreren Vermurungen. Dabei wurde die B 99 unmittelbar nach der Gemeinde Tweng bergwärts auf einer Länge von 50 bis 100 Metern bis zu drei Meter hoch mit Geröll verschüttet. Die B 99 wurde deshalb für den gesamten Verkehr bis auf weiteres gesperrt. Die Straßenmeisterei Lungau begann noch in den Nachtstunden mit den Aufräumarbeiten. An den Aufräum- und Absicherungsarbeiten waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Obertauern und Tweng beteiligt.

Muren und Überflutungen im Riedingtal

Zwischen 20 und 21 Uhr gingen im Riedingtal einige Muren ab. Die Riedingtalstraße war dadurch an mehreren Stellen überflutet und verlegt, sodass etliche Almhütten im Tal nicht mehr erreichbar waren. Da zu den Almhütten auch kein Funk- bzw. Telefonkontakt bestand, wurden sämtliche Hütten von Kräften der Bergrettung Muhr und Zederhaus aufgesucht. Kurz vor Mitternacht stand fest, dass bei dem Unwetter keine Personen zu Schaden gekommen waren. Im Riedingtal waren weiters auch Kräfte des Roten Kreuzes und der Freiwilligen Feuerwehr Zederhaus im Einsatz. 

Mehrere Bäche in Dorfgastein überflutet

Aufgrund des starken Gewitters traten gegen 20.00 Uhr im Ortszentrum von Dorfgastein der Mühlbach, ein Bach im Ortsteil Maierhofen sowie der Zechnerbach im Ortsteil Unterberg über die Ufer. Der Mühlbach überschwemmte im Bereich Dorfgastein Nord die Gasteiner Straße (B 167). Diese war wegen der Aufräumarbeiten bis ca. 22.45 Uhr für den kompletten Verkehr gesperrt. Mit den Aufräumarbeiten waren die Feuerwehren aus Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein, Lend und Embach mit etwa 100 Mann im Einsatz. Diese wurden auch durch private Firmen und durch die Straßenmeisterei Pongau unterstützt. 

Marbachalm (Flachau)  und Großarl von Außenwelt abgeschnitten

Das Gebiet der Marbachalm in Flachauwinkel wurde aufgrund der heftigen Regenfälle stark vermurt. Weil gegen 21 Uhr angezeigt worden war, dass sich in diesem Bereich mehrere Personen aufhalten, zu denen kein telefonischer Kontakt hergestellt werden konnte, starteten Kräfte des Roten Kreuzes, der Feuerwehr Flachau und der Bergrettung Flachau einen Sucheinsatz. Die Suchmannschaften mussten ca. drei Kilometer zu Fuß zu den Hütten gehen, da der Zufahrtsweg zu den bewirtschafteten Almen im Talschluss komplett mit Gestein und Geröll verschüttet war. Zwei Personen, die Sennleute der "Prechtlhütte", und eine Person von der zum Teil verschütteten "Ennslehenhütte" konnten unverletzt vorgefunden werden. Der Zufahrtsweg in die Marbachalm wurde durch die Gemeinde Flachau bis auf weiteres gesperrt.

Auch in Großarl (Pongau) stand die Großarler Landesstraße (L109) nach dem Gewitter unter Wasser. Wie Markus Winkler von Pressefoto Pongau Samstagabend im Gespräch mit salzburg24.at erzählte, war die Gemeinde von der Außenwelt abgeschnitten. Erst gegen Mitternacht konnte L109 wieder frei gegeben werden, berichtet die Feuerwehr Großarl auf Facebook.

Felbertauernstraße komplett gesperrt

Gegen 19 Uhr kam es auf der Felbertauernstraße im Gemeidegebiet von Mittersill zu einem Murenabgang. Dabei wurden zwei der drei Fahrspuren auf einer Länge von zirka 30 Meter von der Mure verlegt. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Im Zuge der Aufräumarbeiten kam es gegen 20.30 Uhr zu weiteren Murenabgängen im Bezirk Lienz, welche die Totalsperre der P108 Felbertauernstraße erforderlich machten. Ein Brückenbauwerk im Bereich Matrei in Osttirol wurde durch einen Murenabgang beschädigt. Im Verlauf des Vormittags des 6. August 2017 wird über die weitere Totalsperre oder Aufhebung entschieden werden.

Evakuierung in Kaprun

In Kaprun im Pinzgau mussten nach dem Unwetter 18 Menschen aus dem Gasthof Kesselfall evakuiert werden. Beim Kassagebäude der Kapruner Hochgebirgsstauseen wurde der gesamte Parkplatz vermurt. Der Parkplatz war teilweise rund einen Meter vermurt, berichtet die Feuerwehr Kaprun gegenüber salzburg24.at.

„Die Zufahrt war über die Kesselfallstraße nicht mehr möglich, so mussten wir über einen Güterweg zur Einsatzstelle fahren, um die Urlauber sicher ins Zentrum zu bekommen“, so der Kapruner Ortsfeuerwehrkommandant Gerhard Lederer. Die 18 Personen, darunter auch Kinder, wurden mit den Feuerwehrmännern gemeinsam zu den Fahrzeugen begleidet und anschließend in ein Ersatzquartier gebracht.

mh/hs/dpa/Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

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