Außer Kontrolle: Waldbrand bedroht Los Angeles

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In lediglich vier Stunden hätten sich die Flammen neun bis 13 Kilometer weit vorangefressen.

Los Angeles - Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand in den Bergen nördlich von Los Angeles hat am Samstag mehr als 2.000 Häuser bedroht.

Mehrere tausend Kalifornier haben am Wochenende vor rasch um sich greifenden Waldbränden die Flucht ergriffen. Ein Feuer im Los Angeles National Forest, östlich der Millionenmetropole, bedrohte mehr als 4000 Häuser, berichtete die “Los Angeles Times“ in ihrer Sonntagausgabe. Sommerhitze von über 35 Grad Celsius machte den Löschtrupps zu schaffen. “Das einzig Gute ist, dass es keine Santa-Ana-Winde gibt“, sagte Einsatzchef Mike Dietrich der Zeitung. Diese gefürchteten Wüstenwinde treiben die Feuersbrünste in Südkalifornien gewöhnlich an.

Bilder: Waldbrand in Kalifornien

Waldbrände in Kalifornien

Bilder: Waldbrand in Kalifornien

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte am Freitag den Notstand ausrufen lassen, um auf diese Weise rasch Hilfsmittel und Gelder für die Brandbekämpfung zu mobilisieren. Am Sonntag (Ortszeit) wollte er sich selbst ein Bild vom massiven Einsatz der Feuerwehr machen.

Über Teilen von Los Angeles hingen dicke Rauchwolken, in einigen Regionen fiel ein Ascheregen. Die Gesundheitsbehörde warnte am Wochenende wegen der schlechten Luft vor körperlichen Anstrengungen im Freien. Sogar Küstenorte wie Malibu und das Hinterland von Santa Monica sollten von besonders empfindlichen Menschen gemieden werden, hieß es.

Die seit Tagen wütenden Feuer im Raum Los Angeles haben bereits eine Fläche von mehr als 8000 Hektar Land verkohlt. Die Flammen bedrohten zeitweise zahlreiche teure Villen. Nach Angaben der Feuerwehr brannten aber bisher nur eine Hand voll Häuser ab.

Erst Mitte August verwüstete ein Brand im Los Padres National Forest bei Santa Barbara 350 Quadratkilometer Land. Das Feuer war vermutlich durch ein Lagerfeuer auf einer illegalen Marihuana-Farm in der Wildnis entfacht worden.

dpa

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