Vermeintliche Begegnungen

Mysteriöse Sichtungen? Raubtier galt als ausgestorben - doch nun häufen sich Augenzeugenberichte

Verschlafener Löwe
+
Ganz so mächtig wie dieser Löwe war der Tasmanische Tiger nicht: Er wog maximal 30 Kilogramm. (Symbolbild)

Zu groß für einen Fuchs, zu klein für einen Schäferhund - Dieses Raubtier galt lange Zeit als ausgestorben. Nun häufen sich Augenzeugenberichte über den sonderbaren Tiger.

Tasmanien - In Australien ist der Beutelwolf schon seit dreitausend Jahren nicht mehr unterwegs. Ein letztes Exemplar des Beutelwolfs lebte in den 30er-Jahren in einem Zoo in Tasmanien. Auf dem vom Festland Australiens getrennten Bundesstaat starb der Beutelwolf im Jahr 1936. Knapp 50 Jahre später schließt die Welt endgültig mit dem Beutelwolf ab und erklärt ihn 1982 als ausgestorben, wiefaz.net berichtet.


Der bis zu 30 Kilogramm schwere Wolf, der auch als Tasmanischer Tiger bekannt ist, tauchte in den letzten Jahren wieder in Tasmanien auf - Zumindest wenn man den Augenzeugen glaubt, die von der Sichtung eines Beutelwolfs berichten. Die vermeintlichen Beutelwolf-Begegnungen hat das Tasmanische Umweltministerium aufgelistet. 


Raubtier ausgestorben? Augenzeugen berichten vom Beutelwolf

Der erste Augenzeugenbericht stammt aus dem Sommer 2016. Damals rannte eine Kreatur, die einer Mischung aus Hund und Katze mit dunklen Streifen ähnelte, über die Straße im Norden Tasmaniens. Zwei ähnliche Vorfälle beschreiben Menschen im Jahr danach. 

Im Jahr 2018 sind es schon drei Augenzeugenberichte über den Tasmanischen Tiger. Unter anderem sehen Australier ein Tier mit braunen Streifen auf dem Rücken. Es sei größer als ein Fuchs und kleiner als ein deutscher Schäferhund gewesen. Auch 2019 meldeten sich bereits zwei Personen beim Tasmanischen Umweltministerium, die glauben einem Beutelwolf begegnet zu sein. 

Beutelwolf oder Tasmanischer Tiger - Mensch versuchte ihn auszurotten

Schlussendlich bewiesen ist Überleben das Tasmanischen Tigers noch nicht. Forscher wollen nun herausfinden, ob der Beutelwolf ausgestorben ist oder nicht. Den starken Rückgang der Säugetiere bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ist auf den Menschen zurückzuführen. 1830 setzte die Regierung ein Kopfgeld von einem australischen Pfund auf jeden erlegten Beutelwolf aus, wie faz.net berichtet. Zu dieser Zeit sahen die australischen Farmer den Tasmanischen Tiger als Bedrohung für ihre Schafherden. 

Der Beutelwolf hat seinem Namen entsprechend einen Beutel am Bauch für seine Jungtiere. Die markanten dunkelbraunen Streifen auf dem Rücken des Tieres brachten ihm wiederum die Bezeichnung „Tasmanischer Tiger“ ein. Von der Statur ähnelt der Beutelwolf einem mittelgroßen Hund oder einem kleinen Wolf.

Kommentare