Tödliches Gift

Seltene Attacke: Seeschlange beißt 23-Jährigen Rucksacktourist 

Ein Arbeitstag auf einem australischen Fischerboot hat einem 23-jährigen Briten das Leben gekostet. 

Australien - Ein junger Brite erlag am Donnerstag seiner Verletzung durch den Biss einer giftigen Seeschlange. Der 23-Jährige war als Rucksacktourist in Australien unterwegs und arbeitete auf einem Fischerboot vor den Northern Territories. Als der Mann seiner Tätigkeit nachging und ein Fischernetz einholen wollte, fischte er wohl eine Seeschlange mit heraus, die ihn anschließend attackierte. Da sich das Unglück rund 70 Seemeilen - ungefähr 130 Kilometer - südlich der Insel Groote Eylandt ereignete, war der Brite bei der Ankunft der Rettungssanitäter bereits tot, die offizielle Todeserklärung folgte am Festland. 


Dieses Unglück ist nach Angaben der Marine Education Society of Australasia durchaus einzigartig. Zwar leben von den 70 bekannten Seeschlangen rund 30 in australischen Gewässern, sie seien jedoch trotz ihres Giftes nicht aggressiv. Bis dato wurden die meisten Vorfälle mit den giftigen Reptilien von Fischerbooten gemeldet, ein tödlicher Biss sei aber bislang nicht registriert worden. 

Schlangenbiss: Was tun?

Schlangenbisse wie diese sind in tropischen Ländern oder Ländern mit Extremwetterlagen keine Seltenheit. Die WHO hat hierzu einige Informationen aufbereitet. In Deutschland leben nur zwei Giftschlangen, die Kreuzotter und die Aspisviper. Ein Biss dieser Schlangen ist jedoch noch lange nicht tödlich. Die richtigen Erstmaßnahmen bestehen darin, Abstand zum Tier zu nehmen, den betroffenen Körperteil ruhigzustellen und umgehend einen Arzt aufzusuchen.


Auch spannend: Mann läuft mit ungewöhnlichem Tier durch Hauptbahnhof - und löst Polizeieinsatz aus

afp

Lesen Sie auch: Hochgiftig: Polizei sucht Grüne Mamba nach Attacke auf 30-Jährige

Rubriklistenbild: © /dpa Peter Steffen

Kommentare