Beinahe-Crash zweier Flugzeuge in Zürich

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Beim Starten und Landen von Flugzeugen müssen Pistenkreuzungen frühzeitig erkannt werden. (Symbolbild)

Zürich - Nachdem auf dem Züricher Flughafen zwei deutsche Flugzeuge fast zusammengestoßen wären, werden jetzt Konsequenzen gezogen. Künftig soll ein Frühwarnsystem solche Vorfälle verhindern.  

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Nach Medienberichten vom Dienstag wären am 31. Juli 2008 um ein Haar eine landende und eine startende Maschine auf sich kreuzenden Pisten kollidiert. Das Schweizer Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) sprach von einem „schweren Vorfall“. Dem BFU-Bericht zufolge wären eine Maschine der Ostfriesischen Lufttransport GmbH (OLT), die aus Bremen kam, und ein Airbus der Air Berlin, der in Richtung Düsseldorf startete, fast zusammengeprallt. Ein Flugverkehrsleiter hatte die Gefahr im letzten Moment erkannt und dem Airbus-Kapitän befohlen, den Start abzubrechen. Der Pilot brachte die Maschine, die bereits mit 130 Stundenkilometern unterwegs war, noch rechtzeitig zum Stillstand. Für die Fluggäste hatte der Zwischenfall keine Folgen. Der Airbus hob zwölf Minuten später in Richtung Düsseldorf ab. Die OLT-Maschine rollte wie geplant auf ihre Parkposition.

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide will voraussichtlich im kommenden Frühjahr ein System in Zürich-Kloten installieren, das rechtzeitig vor solchen Pistenkreuzungen warnt. Dass es ein solches System bisher nicht gibt, habe technische Gründe, sagte eine Skyguide-Sprecherin der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Die Schweizer Flugsicherung Skyguide gilt als hauptverantwortlich für das Flugzeugunglück von Überlingen 2002. Damals starben 71 Menschen, als ein Jet aus der russischen Republik Baschkortostan (Baschkirien) und ein Frachtflugzeug der DHL über dem Bodensee zusammenstießen. Einige Mitarbeiter wurden fünf Jahre nach dem Unglück wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

dpa

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