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Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Bericht: BMW-Geiselnehmer war verärgerter Kunde

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Paris - Ein verbitterter Frührentner auf Rachefeldzug steckt nach neuen Erkenntnissen hinter der Geiselnahme in der französischen BMW- Zentrale. Das Motiv: Sein Wagen fährt zu langsam.

Ein schnelles Auto - davon hatte ein 59 Jahre alter Frührentner in Frankreich immer geträumt. 2002 glaubte er sich am Ziel seiner Wünsche: Er kaufte einen 5er BMW mit Dieselantrieb. Doch bei Tempo 160 war angeblich Schluss, der Mann wollte daher nach französischen Medienberichten den Wagen zurückgeben; doch der Händler weigerte sich. Die anfängliche Begeisterung schlug in Hass um, der am Montag seinen Höhepunkt fand: Der verbitterte Kunde stürmte mit einem Gewehr in der Hand die französische BMW-Zentrale am Stadtrand von Paris, legte Feuer und nahm mindestens eine Geisel.

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Geiselnahme bei BMW in Frankreich

Besessen von Rachegelüsten war der Mann bereits zuvor immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Im Jahr 2003 hatte er nach Informationen des Radiosenders “Europe 1“ versucht, sich selbst aus Protest vor einem Autogeschäft zu verbrennen. Zwei Jahre später war er nach Angaben des “Parisien“ zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er Autohändlern Sprengstoffattrappen vors Tor legte. Kaum aus der Haft entlassen, warb er nach Medienberichten Helfer für die Ermordung seines Autohändlers und dessen Familie an. Seinen Komplizen wurde er schließlich unheimlich - sie offenbarten sich der Polizei. Seit 2006 wurde daher gegen den Frührentner ermittelt, der Prozess steht bevor.

Bis 2007 saß der Autonarr in Untersuchungshaft. Als er am Montag die BMW-Zentrale stürmte, löste er Großalarm in einem Land aus, das wegen Terrordrohungen bereits in erhöhter Alarmbereitschaft ist. Nur wenige Stunden zuvor hatte in Südwestfrankreich ein anderer Täter drei Menschen erschossen - zwei von ihnen hatten ihn wegen Diebstahls auf einer Müllkippe angezeigt. Die Polizei schickte daher umgehend eine Elite-Einheit zur BMW- Zentrale nach Montigny-le-Bretonneux. Scharfschützen gingen in Stellung. “Das ist ein echter Ernstfall“, sagte ein Polizist im benachbarten Versailles während des Einsatzes.

Der 59-Jährige schoss zweimal in die Luft und brachte eine junge Empfangsdame in seine Gewalt. Der erklärte er nach Medienangaben, dass er den Direktor sprechen wolle - und sich ärgere, weil er auf der Autobahn von anderen Wagen überholt werde. Ein BMW-Sprecher in München wollte sich nicht zu den Hintergründen äußern. Die Polizei befreite nach eigenen Angaben drei Mitarbeiter, die sich in Büros versteckt hatten. Der Rest der Belegschaft brachte sich selbst in Sicherheit, der rabiate Rentner ergab sich wenig später.

dpa

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