Berühmte Küsserin vom Times Square gestorben

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die berühmteste Küsserin von New York ist tot!

Los Angeles - Die berühmteste Küsserin von New York ist tot! Sie hatte sich 1945 auf der Straße von einem Matrosen küssen lassen. Das Foto stand fortan für die Erleichterung über das Ende des Krieges.

Das Foto steht bis heute für die Erleichterung über das Ende des Zweiten Weltkriegs: Ein Matrose in dunkler Uniform küsst mitten auf dem New Yorker Times Square voller Leidenschaft eine Krankenschwester. Diese Frau ist jetzt im Alter von 91 Jahren gestorben: Elizabeth Shain erlag bereits am Sonntag in ihrem Haus in Los Angeles einem Krebsleiden, wie ihr Sohn Michael am Mittwoch mitteilte. Shains Gesicht war auf dem Foto vom 15. August 1945 ebensowenig zu erkennen wie das des Matrosen, dessen Namen sie nach eigenen Angaben nie erfahren hat.

Die schönsten Küsse

Zum Valentinstag: Die schönsten Küsse

Im Jahr 2008 erzählte sie anlässlich eines Auftritts bei einer Parade in New York, sie sei direkt nach ihrer Krankenhausschicht zum Times Square gegangen, um den Sieg über Japan und damit den endgültigen Abschluss des Zweiten Weltkriegs zu feiern. “Ich bin zum Times Square gegangen, weil der Krieg vorbei war - und wo sonst geht man als New Yorker schon hin?“, erinnerte sich Shain. “Und auf einmal schnappt mich dieser Typ, und wir haben uns geküsst, und dann ging jeder seiner Wege. Es war unmöglich herauszufinden, wer er war, aber das war mir egal, weil ich wusste: Es war jemand, der für mich gekämpft hatte.“

Diesen Augenblick wurde von dem Fotografen Alfred Eisenstaedt vom legendären “Life“-Magazin festgehalten. Über die Aufnahme sagte Shain: “Das Bild drückt so viel aus - Hoffnung, Liebe, Frieden und Zukunft. Das Ende des Krieges war eine wunderbare Erfahrung, und dieses Foto spiegelt alle diese Gefühle wieder.“ Shain zog wenig später nach Kalifornien, wo sie als Krankenschwester und Kindergärtnerin arbeitete. Sie habe großen Wert darauf gelegt, dass die junge Generation Lehren aus der Vergangenheit ziehe, sagte ihr Sohn Michael. “Sie sah ihre Berühmtheit als Mittel, die Menschen an die großen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erinnern.“ Zum Jahrestag des Sieges über Japan am 15. August habe seine Mutter erneut nach New York fahren wollen.

DAPD

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser