China stellt Urlauber aus Mexiko unter Quarantäne

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In China sind Urlauber aus Mexiko unter Quarantäne gestellt worden.

Peking - Aus Furcht vor der Schweinegrippe haben die chinesischen Behörden mehr als 70 Besucher aus Mexiko unter Quarantäne gesetzt.

Keiner seiner isolierten Landsleute zeige Symptome der Krankheit, und die meisten hätten keinen Kontakt mit infizierten Personen oder Orten gehabt, sagte der mexikanische Botschafter Jorge Guajardo. Die Zahl der festgehaltenen Mexikaner steige stündlich an.

In einem Fall haben nach dem Bericht des Botschafters die Angestellten eines Hotels eine Familie mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und sie in ein Krankenhaus gebracht. Die Familie befinde sich nun in einem Hotel in der Nähe des Pekinger Flughafens, in dem zehn weitere Mexikaner in Quarantäne säßen, sagte er.

Auch der mexikanische Generalkonsul in der Stadt Guangzhou wurde bei seiner Rückkehr aus einem Urlaub in Kambodscha kurz festgehalten und überprüft worden, wie Guajardo weiter sagte. Offenbar genüge allein ein mexikanischer Pass, um unter Quarantäne gestellt zu werden, egal ob die betreffende Person überhaupt aus Mexiko komme oder Kontakt zu einem anderen Mexikaner gehabt habe.

Das chinesische Außenministerium wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die Behörden in Shanghai erklärten, die scharfen Maßnahmen seien vom Gesetz gedeckt. Nach dem Bekanntwerden des ersten Schweinegrippe-Falls in China am Freitagabend waren alle Flüge aus Mexiko ausgesetzt worden. Das Hotel in Hongkong, in dem der erkrankte Tourist aus Mexiko abgestiegen war, wurde mit seinen 350 Gästen für sieben Tage unter Quarantäne gestellt.

AP

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