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CNN: Lockerbie-Attentäter wird freigelassen

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Lockerbie-Attentäter Abdel Bassit Ali Mohammed al-Megrahi (Archivfoto von 2001).

Washington - Der todkranke Lockerbie-Attentäter soll nach Informationen des US-Fernsehsender CNN freigelassen werden.

Die US-Regierung sei “informell“ von der Absicht der schottischen Behörden informiert worden, den Libyer Abdel Bassit Ali Mohammed al-Megrahi auf freien Fuß zu setzen, meldete der US-Sender CNN am Mittwoch unter Berufung auf Quellen im US-Außenministerium. Zuvor hatte die schottische Regierung mitgeteilt, dass eine Entscheidung über eine mögliche vorzeitige Entlassung des 57-Jährigen gefallen sei. Diese soll am Donnerstagnachmittag um 1400 MESZ offiziell in Edinburgh bekanntgegeben wird.

Der Libyer war 2001 wegen des schlimmsten Terroranschlags in Großbritannien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Dezember 1988 explodierte in einer Maschine der US-Linie PanAm eine Bombe. Das Flugzeug zerfetzte in der Luft und stürzte über dem schottischen Ort Lockerbie ab. 270 Menschen, darunter alle Passagiere und die Besatzung sowie elf Bewohner Lockerbies, kamen ums Leben.

Al-Megrahi leidet an Prostatakrebs im Endstadium. Ärzte geben dem Attentäter nur noch kurze Zeit zu leben. Er war der einzige, der für das Attentat zur Rechenschaft gezogen wurde.

Viele Angehörige hatten auf eine mögliche vorzeitige Entlassung entsetzt reagiert - vor allem in den USA , da die meisten der Opfer Amerikaner waren. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton und mehrere US-Senatoren hatten gefordert, Al-Megrahi die ganze Strafe von 27 Jahren für seine Beteiligung an dem Bombenanschlag verbüßen zu lassen.

Al-Megrahi hatte am Dienstag eine zweite Berufung zurückgezogen und damit den Weg für seine mögliche Begnadigung frei gemacht. Der schottische Justizminister Kenny MacAskill stand nun vor der Entscheidung, ob der Libyer begnadigt wird und frei kommt oder ob er an Libyen überführt wird und dort den Rest seiner Strafe verbüßen muss. MacAskill sagte, er habe die Familien und alle anderen Beteiligten über seine Entscheidung informiert.

Bereits seit Tagen spekulieren Medien, dass Al-Megrahi begnadigt wird und frei kommt , um in seiner Heimat in Freiheit zu sterben.

dpa

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