Deutscher auf Malle zu 16 Jahren Haft verurteilt

Palma de Mallorca - Wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin muss ein deutscher Rentner auf Mallorca 16 Jahre lang in Haft. Außerdem soll er eine Entschädigung an dei Tochter zahlen.

Der Oberste Gerichtshof in Madrid wies in letzter Instanz den Einspruch des 74 Jahre alten Mannes gegen das Urteil zurück, wie die Presse am Freitag berichtete. Ein Schwurgericht hatte ihn 2009 schuldig gesprochen, die 63-jährige Deutsche im Sommer 2006 mit einem Gewehr im Haus des Paares auf der spanischen Ferieninsel erschossen zu haben.

Der Mann hatte zunächst behauptet, Einbrecher hätten die Frau getötet. Später erklärte er, es sei ein Unfall gewesen. Der Schuss habe sich versehentlich beim Reinigen der Waffe gelöst. Die Obduktion ergab jedoch, dass aus nächster Nähe direkt ins Herz der Deutschen geschossen worden war. Die Polizei fand die Tatwaffe unter der Küchenverkleidung des Hauses in Cala Murada an Mallorcas Ostküste.

Der Deutsche hatte das Urteil angefochten. Er warf dem Richter vor, ihn unter Druck gesetzt und die Geschworenen beeinflusst zu haben. Der Oberste Gerichtshof wies dies nun zurück. Somit muss der 74-Jährige zudem die Tochter des Opfers mit 150.000 Euro entschädigen.

dpa

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