Tödlicher Fallschirmunfall 

Video soll Absturz des Deutschen klären

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Eloy/San Francisco - Ein erfahrener Fallschirmspringer aus Deutschland ist im US-Bundesstaat Arizona tödlich verunglückt. Bei dem Unfall in der Luft starb noch ein zweiter Mann.

Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen und ein Brite sind beim Fallschirmspringen im US-Bundesstaat Arizona tödlich verunglückt. Der 51-jährige Bernd S. aus Rheda-Wiedenbrück stieß etwa 60 bis 90 Meter vor der Landung mit dem anderen Springer zusammen, teilte die Polizei der Stadt Eloy am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Die Fallschirme der beiden Männer fielen anschließend in sich zusammen, beide stürzten ungebremst auf den Boden. Der Deutsche starb noch am Unglücksort, der andere Springer - ein 40-jähriger Mann aus Großbritannien - wurde später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Das Unglück ereignete sich am Dienstagnachmittag. Bei dem Sprung soll noch ein dritter Springer verletzt worden sein, dies stehe aber nicht in Zusammenhang mit dem Unfall der beiden anderen, hieß es von der Polizei.

Ermittlungen, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, laufen noch. Die Analyse von Film-Aufnahmen und Berichte von Augenzeugen sollen Klarheit bringen, berichtet das Onlineportal "Der Westen".

Die Verunglückten gehörten zu einer Gruppe von 200 Männern und Frauen, die gemeinsam sprangen und den Behörden zufolge alle Erfahrung in der Sportart hatten. Auch der Deutsche war ein erfahrener Springer. Er absolvierte laut Polizei zuvor insgesamt 1707 Sprünge, 80 davon im vergangenen halben Jahr.

Laut der Tageszeitung „USA Today“ (Mittwoch) wurde der Gruppensprung als Rekordversuch im Simultanspringen organisiert, bei dem die Teilnehmer Figuren in der Luft formen. Dieser soll trotz des Unglücks noch einmal angetreten werden, berichtet der "Arizona Star". "Es macht mich schon ein bisschen nervös, aber solche Dinge passieren. Das ist der Preis des Fallschirmspringens", zitiert die US-Zeitung einen Springerkollegen der beiden Toten, der am Mittwoch bereits wieder sprang.

Auf der Facebook-Seite der Skydiving-Gruppe, der die beiden Verunglückten angehörten, herrscht Unmut. Ein User schimpft: "Ich bin schockiert. Zwei Leute der Gruppe starben und es wird nicht einmal erwähnt. (...) Wie wäre es mit ein wenig Respekt?"

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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