Im Bürgerkrieg verschleppt

Dieser Mann trifft nach 30 Jahren wieder auf seine Familie

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Guillermo Cruz Jiménez mit seinen Schwestern und seiner Großmutter.

San Salvador - Er wurde vor 34 Jahren im Bürgerkrieg in El Salvador verschleppt. Nun hat Guillermo Cruz Jiménez seine Schwestern und Großmutter wieder getroffen.

Ein vor 34 Jahren in den Bürgerkriegswirren verschleppter Salvadorianer hat nun seine Schwestern und seine Großmutter wiedergetroffen. „Das ist ein großer Tag für mich“, sagte Guillermo Cruz Jiménez, nachdem er seine Schwestern Daysi und Patricia sowie seine Großmutter Agustina Navarro in die Arme geschlossen hatte. Das Wiedersehen in der Ortschaft El Paisnal fand bereits am Wochenende statt, wie die Nationale Suchkommission für verschleppte Kinder am Dienstag mitteilte.

Guillermo war 1980 im Alter von fünf Jahren bei einem Militäreinsatz von der Nationalgarde entführt worden. Im Jahr darauf adoptierte ihn eine französische Familie und brachte ihn nach Europa. Auch seine Schwestern wurden adoptiert. Daysi lebt heute in den USA, Patricia in Belize. Nach einem DNA-Vergleichs konnte die Suchkommission die Geschwister nun wieder zusammenbringen.

Zwischen 1980 und 1992 wurden in El Salvador zahlreiche Kinder entführt. Um wie viele Fälle es sich handelt, ist unklar. Bis heute weigern sich die Streitkräfte, ihre Archive zu öffnen. Die Rebellen führten über ihre Taten wahrscheinlich nie Buch. In den vergangenen dreieinhalb Jahren organisierte die Nationale Suchkommission 22 Familienzusammenführungen. 140 weitere Fälle werden noch untersucht.

dpa

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