Drogenring in Italien zerschlagen

Hunde als Drogenkuriere: Kokain-Pakete im Magen

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Eine Bordeaux-Dogge (Symbolfoto) überlebte die Schmuggler-Aktion.

Mailand - Ein Drogenring hat Hunde im großen Stil als Drogenkuriere missbraucht: Das Rauschgift war in den Mägen der Tiere versteckt - am Zielort schnitt man ihnen grausam den Bauch auf.

Die Frau eines Drogenschmugglers hatte nach Berichten der Bild-Zeitung die italienischen Ermittler auf die richtige Spur gebracht. In der Familie des Drogenkuriers aus Südamerika war bei einem Italien-Aufenthalt Streit ausgebrochen, weil es ihrem Hund sehr schlecht ging. Der zur Schlichtung angerückten Polizei erklärte die Dame schließlich den Grund: In dem Tier seien Drogen versteckt.

Das leidende Tier wurde zum Tierarzt gebracht und operiert. Tatsächlich förderte der Not-Eingriff Grausiges zu Tage: Im Magen des Hundes waren mehrere Kokain-Pakete von bis zu anderthalb Kilogramm versteckt gewesen.

Vor allem Hunderassen mit großen Mägen eingesetzt

Der Hund überlebte den Eingriff - doch viele seiner Artgenossen hatten weniger Glück: Südamerikanische Mitglieder eines Drogenrings hatten offenbar im großen Stil Hunde als Drogenkuriere missbraucht, wie die Polizei nach insgesamt 75 Festnahmen mutmaßlicher Schmuggler feststellte.

Vor allem Hunden von großem Wuchs wie Doggen, Labradore und Bernhardiner wurden die Mägen mit Drogen-Paketen ausgestopft. Am Zielort wurden den Tieren zur Entnahme der Ware einfach die Bäuche aufgeschlitzt. Unklar ist, ob die Tiere zuvor getötet wurden oder an dem Schnitt grausam verbluteten. Die Polizei geht von mindestens 50 verendeten Hunden aus.

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