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"Earth Hour": Licht aus für den Klimaschutz

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Das Münchner Rathaus und die Frauenkirche vor (l.) und während der "Earth Hour".

Berlin - Für eine Stunde blieben das Brandenburger Tor, der Eiffelturm und andere Wahrzeichen ohne Licht. Das Verdunkeln der Sehenswürdigkeiten spart Energie und ist eine Demonstration für den Klimaschutz.

Auf der ganzen Welt sind am Samstagabend Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten für den Umweltschutz in Dunkelheit gehüllt worden. Ob an der chinesischen Mauer, dem Big Ben in London, dem Eiffelturm in Paris oder dem Brandenburger Tor in Berlin - zur “Earth Hour“ (Stunde für die Erde) blieb die Beleuchtung jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde ausgeschaltet.

Der “Earth Day“ wird von der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) weltweit in mehr als 150 Ländern koordiniert. Die Organisation sprach am Sonntag von einer deutschen Rekordbeteiligung von 132 Städten.

“Deutschland hat den Schalter umgelegt. Immerhin für eine Stunde. Das ist ein Riesen-Erfolg“, sagte Marco Vollmar, Mitglied der WWF-Geschäftsleitung. “Indem wir das Licht ausschalten, setzen wir ein Symbol für erneuerbare Energien weltweit. Die Energie der Zukunft muss sauber und bezahlbar sein“, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Die zentrale Aktion in Deutschland fand am Brandenburger Tor statt. Umweltschützer zündeten 5000 blaue und grüne Bio-Kerzen in Form einer riesigen Erde an. Wie das berühmte Tor lag auch der Berliner Fernsehturm für eine Stunde im Dunkeln.

Nach Angaben des WWF beteiligten sich auch Menschen in ehemaligen Kriegsländern wie Libyen und Irak an der Aktion. Auch am höchsten Wolkenkratzer der Welt, dem Burj al Chalifa in Dubai, seien die Lichter ausgeschaltet worden, ebenso am etwas kleineren Burj al Arab.

Die Idee zur “Earth Hour“ entstand 2007 im australischen Sydney. 2,2 Millionen Haushalte schalteten damals für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Nach WWF-Angaben verzichteten 2011 weltweit bereits 1,8 Milliarden Menschen für eine Stunde auf elektrisches Licht.

dpa

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