Prozess: Sechs Frauen im Schlaf missbraucht

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Krefeld - Sexuelle Nötigung, Einbruch und Diebstahl: Ein 28-Jähriger steht vor dem Krefelder Landgericht, weil er sich an sechs schlafenden Frauen vergangen haben soll.

Der 28-Jährige, der sechs schlafende Frauen missbraucht haben soll, hat beim Prozessauftakt in Krefeld die meisten Taten bestritten. Der gelernte Bäcker soll laut Anklage jungen, angetrunkenen Frauen früh morgens aus Diskotheken gefolgt und in ihre Wohnungen eingebrochen sein. Als die Opfer schliefen, habe er sich an ihnen vergangen. Der Mann war gefasst worden, als eine 18- jährige Geräusche an ihrer Wohnungstür hörte und die Polizei alarmierte. Sie hatte sich von einem Mann verfolgt gefühlt. Seit Freitag muss er sich dafür vor dem Krefelder Landgericht verantworten.

Der Angeklagte räumte lediglich ein, in einer der Wohnungen gewesen zu sein. Er habe das wie im Traum erlebt und sei erst zur Besinnung gekommen, als die Frau “Nein“ gesagt habe. Die Anklage wirft dem Mann fünf Fälle von sexuellem Missbrauch und einen Fall schweren Missbrauchs vor. Vergewaltigung ist nicht angeklagt.

Dem Bäcker aus Nettetal droht Sicherungsverwahrung. Der Richter redete dem Angeklagten am Freitag ins Gewissen: Die DNA-Gutachten und die Gemeinsamkeiten der Taten seien sehr belastende Beweismittel. Wer abstreite, könne auch nicht therapiert werden. Anhand von Datenspuren auf dem Computer des Angeklagten hatten Ermittler festgestellt, dass der Angeklagte im Internet oft Seiten besucht hatte, bei denen es um sexuelle Handlungen an schlafenden Frauen geht. Der Bäcker lebte in einer langjährigen Beziehung mit einer Frau.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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