Mehrere schwere Kletterunfälle:

Am Wilden Kaiser 70 Meter in den Tod gestürzt

Ellmau/Scheffau - Mehrere schwere Kletterunfälle gab es am Freitag am Wilden Kaiser. Zwei Alpinisten verletzten sich schwer am Kopf, ein 29-Jähriger stürzte gar 70 Meter in den Tod!

70 Meter-Sturz in den Tod

Am 31. Juli durchkletterten ein 29-jähriger Mann sowie dessen 32-jährige Begleiterin, beide aus Graz, von der Wochenbrunnalm in Ellmau kommend die Kletterroute „Kübelkar Sinfonie“ im Wilden Kaiser, wobei sie am späten Nachmittag den Ausstieg der Klettertour erreichten. Anschließend stiegen die beiden Alpinisten zur Abseilpiste und seilten sich unter Verwendung eines 60 Meter-Halbseiles aktiv ab.

Beim zweiten Abseiler stürzte der 29-Jährige, der als erster abfuhr, gegen 20.00 Uhr in einer Seehöhe von etwa 1970 Meter aus bisher unbekannter Ursache etwa 70 Meter ab und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Die Begleiterin des Verunfallten setzte in der Folge den Notruf ab und wurde letztlich vom Rettungshubschrauber C4 mittels Taubergung unverletzt geborgen und zu Tal geflogen. Sie wurde vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Der Leichnam des verunfallten Alpinisten wurde vom Polizeihubschrauber Libelle ebenfalls mittels Taubergung geborgen und zu Tal gebracht.

Kletterer erleiden schwere Kopfverletzungen

Ebenfalls am Freitag kletterten zwei Männer aus dem Bezirk Kitzbühel (20 und 24 Jahre alt) als Zweierseilschaft die Kletterroute Kraxengrat im Gemeindegebiet von Scheffau am Wilden Kaiser, wobei die beiden Kletterer gegen 10.30 Uhr aus bisher unbekannter Ursache im Bereich der fünften Seillänge in die dortige Felsrinne abstürzten. Die beiden Männer wurden etwa 20 Minuten später von nachfolgenden Seilschaften in der Rinne aufgefunden und erstversorgt.

Die Kletterer waren ansprechbar, konnten sich an den Unfall aber nicht mehr genau erinnern. Sie wurden mit Verdacht auf schwere Kopfverletzungen  von den Rettungshubschraubern Christophorus 4 und Heli 3 in die Kliniken Innsbruck und Salzburg geflogen. Die genauen Umstände des Unfalles, für den es keine Zeugen gibt, sind noch Gegenstand weiterer Erhebungen.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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