Entlastungsbohrung stoppt wegen Sturm

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Aturmwolken ziehen über dem Golf von Mexiko auf.

New Orleans - Wegen eines aufziehenden Sturms in der Karibik hat der Ölkonzern BP vorübergehend eine Entlastungsbohrung an der vorläufig verschlossenen Ölquelle im Golf von Mexiko gestoppt.

Die Arbeiten seien ausgesetzt und der Bohrschacht verschlossen worden, da man kein Risiko eingehen wolle, sagte BP-Vizepräsident Kent Wells am Mittwoch. Der Tunnel soll genutzt werden, um Schlamm und Zement in die Ölquelle zu pumpen und sie so zum Versiegen zu bringen. Laut Wetterbericht könnte am Wochenende ein Tropensturm in das Gebiet ziehen. Falls die Einsatzkräfte abgezogen werden müssen, kann die Arbeit erst in etwa zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Zuletzt war vorgesehen, den Entlastungstunnel bis Ende Juli fertigzustellen und die Quelle Anfang August zu schließen.

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

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Auch die riesige Verschlusskappe, die das austretende Öl seit Ende vergangener Woche auffängt, muss möglicherweise wieder geöffnet werden, wie der Sonderbeauftragte der Regierung, Thad Allen, sagte. Dies gelte für den Fall, dass BP wegen des Sturms die Lage unter Wasser am defekten Bohrloch nicht mehr unter Beobachtung halten könne. Dann flösse erneut tagelang Öl ins Meer. Kapitäne von Booten, die BP zum Abschöpfen des Öls anheuerte, wurden wegen des nahenden Sturms zurück in die Häfen geschickt, wie der Präsident der Fischervereinigung Orange Beach in Alabama sagte.

In Florida entfernten Arbeiter Ölsperren aus dem Wasser, da sie vom Wind in sensible Feuchtgebiete getrieben werden könnten. Vier Ölkonzerne einigten sich unterdessen am Mittwoch auf die Bildung eines neuen Unternehmens zur Bekämpfung von Öllecks bei Unterwasserbohrungen. Dafür wollen sie insgesamt eine Milliarde Dollar (780 Millionen Euro) bereitstellen. Nach Angaben des Amerikanischen Petroleum-Instituts soll die neue Firma innerhalb von 24 Stunden nach einem Zwischenfall einsatzbereit sein und Lecks bis in 3.000 Meter Tiefe eindämmen können. BP gehört nicht zu den beteiligten Unternehmen.

dapd

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