17 Menschen aus Schlucht gerettet 

Hohe Temperaturen wohl Ursache für Erdrutsch im Pongau

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Bilder der Evakuierung
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    Julia Grünhofer
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St. Johann im Pongau - Durch einen Erdrutsch lösten sich in der Liechtensteinklamm am Samstag rund 300 Tonnen Geröll. Dadurch wurden 17 Menschen in der Bergschlucht eingeschlossen. Sie konnten jedoch unverletzt gerettet werden. 

Update, Montag, 8.15 Uhr: Ursache des Erdrutsches

Wie die Salzburger Nachrichten berichten, dürften die hohen Temperaturen die Ursache für den Erdrutsch gewesen sein. "Dunkle Gesteinsschichten haben sich wegen der Sonneneinstrahlung ungleichmäßig ausgedehnt. Das brachte den ohnehin schon labilen Hang zum Rutschen", zitieren sie den Landesgeologen Rainer Braunstingl.

Update, Sonntag 10.45 Uhr: Liechtensteinklamm bleibt vorerst geschlossen

Nachdem am Samstagabend 17 Menschen und ein Hund eingeschlossen wurden, bleibt die Liechtensteinklamm vorerst geschlossen, wie die Salzburger Nachrichten am Sonntag berichten. Ein weiterer Abgang von Gesteinsmassen kann demnach noch nicht ausgeschlossen werden. Laut Geologen seien 200 Kubikmeter an Gesteinsmassen abgegangen

"Wir müssen die Situation jetzt erst einmal analysieren. Wichtig ist vor allem, dass niemand schwerer verletzt wurde. Es freut mich auch, dass der Einsatz so reibungslos geklappt hat. Ich danke allen Helfern dafür", so St. Johanns Bürgermeister Günther Mitterer gegenüber den Salzburger Nachrichten.

Update, Sonntag 10.30 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Durch den Erdrutsch lösten sich ca. 300 Tonnen Geröllmaßen und rutschten im Bereich des "Tiefblicks" in die Liechtensteinklamm und verschütteten den Fußweg komplett. Eine Beschädigung eines Brückenpfeilers der Tiefblickgrabenbrücke konnte nicht ausgeschlossen werden weshalb die L109 von 17 Uhr bis 19.07 Uhr gesperrt wurde. 

Wie sich im Laufe der Erhebungen noch herausstellte war eine vierköpfige Familie aus Indien zum Zeitpunkt des Erdrutsches auf dem Weg in die Liechtensteinklamm. Sie wurden durch herabfallende Steine leicht verletzt und konnten selbstständig den Rückweg antreten. Die vier Personen wurden im UKH Schwarzach ambulant behandelt. 

Die 17 unverletzt gebliebenen Personen, welche von der Bergrettung gerettet wurden, stammen aus Österreich, Deutschland und Ungarn.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

Update, 21.50 Uhr: Eingeschlossene unverletzt

Wie salzburg24.at berichtet, konnten alle Verletzten noch selbst die Schlucht verlassen, die Eingeschlossenen wurden nicht verletzt. Die Rettung über den Notsteig verlief unproblematisch. "Es handelt sich vorwiegend um junge Leute, die das ohne Probleme schaffen", berichtete die Salzburger Bergrettungs-Sprecherin Maria Riedler im Gespräch mit der APA. 

Laut dem ORF erlitten die Verletzten Abschürfungen, sie würden im Krankenhaus behandelt. Unterdessen habe ein Geologe eine Brücke, die von dem Erdrutsch betroffen war, auf Schäden prüfen müssen.

hs

Die Erstmeldung, 21.40 Uhr:

Laut der dpa wurde die Zufahrtsstraße zur Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau am Samstag verschüttet. Dies hätten Polizei und Bergrettung mitgeteilt.

Bilder von der Evakuierung der Lichtensteinklamm im Pongau

Vier weitere Personen wurden von herabfallenden Steinen leicht verletzt, als sie gerade auf dem Weg aus der Schlucht waren, sagte Bergrettungskommandant Coen Weesjes der Deutschen Presse-Agentur.

Die Rettung war am Abend vor Ort, um die 17 - nach bisherigen Erkenntnissen unverletzten - eingeschlossen Menschen über einen Klettersteig herauszuführen. Die Liechtensteinklamm mit ihren dramatischen Felsformationen ist ein beliebtes Ausflugsziel nahe der Grenze zu Bayern.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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