Eurostar: Schon wieder Riesen-Panne

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Der Eurostar an seinem Ziel: Dem Bahnhof St. Pancras in London (Archiv).

London - Von Brüssel nach London in knapp zwei Stunden? Am Sonntagabend blieb dieses Versprechen des Eurostar unerfüllt. Schon wieder hatte der Hochgeschwindigkeits-Zug ein Panne.

Die Pannen-Serie beim Eurostar geht weiter: Erneut ist am späten Sonntagabend ein Zug mit etwa 740 Passagieren liegengeblieben.

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Der Hochgeschwindigkeitszug war von Paris nach London unterwegs, als im Südosten Englands in der Grafschaft Kent ein nicht näher bezeichnetes “größeres technisches Problem“ auftrat. Der Eurostar stoppte, die Fahrgäste mussten mit Hilfe von Leitern auf die Schienen klettern und in einem Ersatzzug weiterfahren. Sie kamen viereinhalb Stunden später als geplant am Bahnhof St. Pancras in London an. Am Montag fuhren die Züge laut Betreiber wieder nach Plan.

Ein Passagier berichtete dem Sender BBC, im ganzen Zug sei der Strom ausgefallen. Einige Eurostar-Mitarbeiter hätten keine Taschenlampen und deshalb Probleme beim Finden der Notbeleuchtung gehabt. Die Luft in den Abteilen sei stickig gewesen. Ein weiterer Fahrgast sagte allerdings, die Bedingungen an Bord seien “in Ordnung“ gewesen. Alle seien sehr ruhiggeblieben.

Es sei dafür gesorgt worden, dass der Ersatz “ungeheuer schnell“ zur Stelle war, sagte ein Eurostar-Sprecher. Nach Medienberichten mussten die Passagiere mehr als eine Stunde darauf warten. Sie seien mit Bussen zu dem anderen Zug gebracht worden.

Eurostar erklärte, es werde “vollständig untersucht, was geschehen ist“. “Wir wissen zur Zeit nicht, was passierte und warum.“ Das Unternehmen bedauere den Zwischenfall. Schon in Frankreich hatte sich die Abfahrt des Zuges aus dem Pariser Gare du Nord wegen eines Sicherheitsalarms um eine Stunde verspätet, weil ein herrenloses Gepäckstück aufgetaucht war.

Vor Weihnachten waren nach heftigem Schneefall fünf Eurostar- Züge im Tunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien liegengeblieben. Sie waren nicht richtig für den Winter ausgerüstet gewesen. In einem Untersuchungsbericht war kritisiert worden, dass die Gesellschaft nur unzureichend reagiert habe.

Die neue Panne werde vermutlich keine weiteren Auswirkungen auf den Eurostar-Fahrplan haben, hieß es. Schon in der Nacht habe ein anderer Zug an dem liegengebliebenen problemlos vorbeifahren können.

Wegen der Panne könnten einige Züge aber noch am Montag mit etwa einer Stunde verspätung verkehren, teilte der Eurostar-Betreiber am Montagmorgen mit.

dpa/kkr

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