Rechtsanwalt fordert Freilassung

Jennifer V. im Inn ertrunken - Schwiegervater bald wieder frei?

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Anfang April wurde die zweifache Mutter tot aus dem Inn bei Kirchbichl geborgen.
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Kirchbichl/Kufstein - Der Fall der toten Jennifer V., die Anfang April tot aus dem Inn geborgen wurde, steht eventuell kurz vor der Auflösung. Ihr Schwiegervater sitzt immer noch in U-Haft. Doch wie lange noch?

Update Samstag 18.30 Uhr: Antrag auf Haftentlassung

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft ist auch weiterhin davon überzeugt, dass die Wörglerin Jennifer V. einem Tötungsdelikt zum Opfer fiel. Der Anwalt des Verdächtigen sieht das anders – er fordert die Enthaftung seines Mandanten, so die Tiroler Tageszeitung am Samstag. 

Der Kitzbüheler Anwalt Mustafa Tuncer geht trotz der belastenden Indizien (im Namen der Toten verschickte SMS etc.) von der Unschuld seines Mandanten aus: "Wir wissen jetzt, dass V. ertrunken ist. Wir wissen auch, dass bei zwei Obduktionen keine Zupack-Verletzungen an der Leiche festgestellt werden konnten. Das heißt, mein Mandant müsste die Wörglerin ganz sachte ins Wasser getragen haben." Tuncers Fazit: Jennifer V. "muss ohne Fremdeinwirkung ums Leben gekommen sein". 

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, will Tuncer erneut Antrag auf Haftentlassung stellen. Wenn er damit Erfolg hat, könnte der Verdächtige in wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß sein.

Vorbericht Freitag: Todesumstände weiterhin mysteriös

Am 2. Februar verschwand die zweifache Mutter Jennifer spurlos. Zwei Monate später tauchte ihre Leiche auf - im Inn bei Kirchbichl (Bezirk Kufstein). Wie nun die zweite Obduktion ergeben hat, ist die zweifache Mutter aller Wahrscheinlichkeit doch ertrunken. Das Ergebnis der Untersuchung auf Kieselalgen spreche dafür, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Freitag der Tiroler Tageszeitung mit. Das bedeutet, dass die junge Frau am Leben war, als sie ins Wasser gelangte. 

Schwiegervater weiterhin in U-Haft

Unklar bleiben weiterhin die Umstände, die zum Tod der Frau führten. Hinweise auf Fremdverschulden konnte bisher noch nicht ausgeschlossen werden, da eventuelle Zupackverletzungen durch Fäulnisveränderungen überlagert worden sein könnten und damit nicht mehr nachweisbar wären.

Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigt, gehe man weiterhin davon aus, dass Jennifer V. nicht freiwillig ums Leben kam. Ihr Schwiegervater sitzt noch immer in Untersuchungshaft wegen Mordverdachtes, nachdem er bereits dreimal in diesem Fall verhaftet wurde. Er streitet noch immer ab, die 26-Jährige mit serbischen Wurzeln umgebracht zu haben.

Bewegende Trauerfeier Anfang Juni

Anfang Juni wurde Jennifer V., die in Neuperlach lebte, auf dem orthodoxen Teil des Münchner Südfriedhof zu Grabe getragen. Rund 200 Familienangehörige und Freunde versammelten sich unter großer Trauer zum Begräbnis.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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