Ungeklärter Mordfall in Kufstein

80 Hinweise nach schaurigem Aktenzeichen-Film

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Kufstein - Die Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sollte neue Bewegung in den ungeklärten Mordfall an der französischen Studentin bringen. Und tatsächlich kamen viele Hinweise.

Der Mordfall an der 20-jährigen Austauschstudentin Lucile schockte die Region im Januar 2014. Noch immer konnte ihr Mörder nicht ermittelt werden. Auch das Motiv ist weiterhin rätselhaft - war es ein Raubmord oder doch eine Beziehungstat?

Zur Aufklärung des Falls wurde nun auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" herangezogen. Am Mittwochabend wurde der Fall in einem Kurzfilm präsentiert, in der Hoffnung, dass so weitere Zeugen gefunden werden können.

Dossier:

Alles zum "Mordfall Lucile"

Und tatsächlich gibt es jetzt neue Ansatzpunkte für die Ermittler. Wie das ORF meldet, gingen bis Freitag bereits 80 Hinweise ein. Der Fall Lucile war damit jener Fall in der Sendung, der die meisten Hinweise bekommen hatte, so der Leiter des Landeskriminalamts, Walter Pupp.

Allerding räumte Pupp gegenüber dem ORF auch ein, dass eine heiße Spur wohl nicht unter diesen 80 Hinweisen zu erwarten sei. Die Auswertung brauche nun einige Tage.

In dem knapp 16-minütigen Clip wurde nachgestellt, was über den letzten Spaziergang der französischen Austauschstudentin bekannt ist, die in der Nacht vom 11. auf den 12. Januar 2014 an der Innpromenade in Kufstein erschlagen wurde. Der Stoff für das Drehbuch stammte insbesondere von der Tiroler Polizei. Die Darstellung sei im Wesentlichen exakt, aber nicht detailgetreu, erklärte der LKA-Chef schon vorab der Tiroler Tageszeitung.

Der Film bei Aktenzeichen XY:

Besonders bewegend: Lucile hatte offenbar ein schlechtes Gefühl, fürchtete sich vor dem dunklen, menschenleeren Weg, den sie mitten in der Nacht alleine gehen musste. In dem Kurzfilm wird dargestellt, dass sie auf dem Weg zu ihrer Studienfreundin, zu deren Wohnung sie wollte, engen SMS-Kontakt hielt. Lucile gab ihr gegenüber ihre Angst offen zu. Zwischenzeitlich meldete sich auch noch ein weiterer Freund der Französin per SMS. Auch ihm schrieb sie, dass sie sich auf diesem Weg unwohl fühle, schickte ihm sogar ein Handyfoto von der schlecht beleuchteten Promenade. Dann versprach Lucile ihrem Bekannten, dass sie sich am nächsten Tage wieder melden werde.

Ein Phantombild liegt vor, von einem Mann, der als dringend tatverdächtig gilt. Er wurde von Zeugen gesehen. Diese waren aber kein Pärchen, wie im Aktenzeichen-Film gezeigt, erklärte Pupp. Man wolle damit die Zeugen schützen. Das Landeskriminalamt Tirol bitte weiterhin um Hinweise unter der Telefon (0043) 59 / 133703333. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, sind mehrere Belohnungen ausgesetzt. Insgesamt 10.000 Euro.

Fotos aus unserem Archiv:

Polizeitaucher auf Spurensuche

Leichenfund in Kufstein

Spurensuche in Kufstein

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot ZDF

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