Chefermittler im Interview 

LKA-Chef: So reagierten Luciles Eltern auf die Festnahme 

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Kufstein/Endingen - Er ist gefasst: Der mutmaßliche Frauenmörder von Lucile! Der Mann soll auch die 27-jährige Joggerin Carolin G. in Baden-Württemberg getötet haben. 

Die Ermittler sind sich sicher: Sie haben den Mörder von Lucile K. und Carolin G. geschnappt (wir berichteten am Freitag und Samstag)! Rund dreieinhalb Jahre nach dem schrecklichen Verbrechen, kann Kufstein aufatmen. Der Mord an der 20-jährigen französischen Austauschstudentin Lucile scheint aufgeklärt, ebenso wie der Frauenmord in Baden-Württemberg im November 2016.

In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung zeigte sich LKA-Chef Walter Pupp erleichtert über die Aufklärung des Mordes in Kufstein. 

"Ja, so ein Fall, bei dem eine junge Frau einem brutalen Mord zum Opfer fällt, der liegt einem schon im Magen", gab der Chefermittler zu. 

So reagierten Luciles Eltern

Die Eltern von Lucile hätten sehr erfreut auf die Nachricht der Festnahme reagiert. "Sie hatten nicht mehr damit gerechnet, dass sich noch etwas ergibt oder sich jemand um den Fall kümmert", so Pupp im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. 

Ausschlaggebend für die Aufklärung sei die Zusammenarbeit der österreichischen und deutschen Polizisten gewesen. "So tragisch der Tod der zweiten jungen Frau in Deutschland war, für die Ermittlungen war er auch eine Chance. Die hat man genutzt", erklärte der LKA-Chef. 

Vermutlich wird es zwei Gerichtsprozesse gegen den mutmaßlichen Täter geben. 

Über 50.000 Datensätze ausgewertet

Als die Ermittler von einem Lastwagenfahrer als Täter ausgingen, intensivierten sich die Bemühungen in beiden Fällen erneut: Über 50.000 Datensätze der Lkw-Maut im Raum Kufstein aus dem Tatzeitraum 2014 mussten ausgewertet werden. Speditionen wurden angeschrieben und Namenslisten von in Frage kommenden Lkw-Fahrern zusammengetragen. So wurde das Netz um den mutmaßlichen Mörder immer enger. Letztlich kam es zur Festnahme des Rumänen. 

Sowohl ein DNA-Speicheltest verlief positiv. Die DNA-Spur fand sich auch an beiden Tatorten. Zudem wurde herausgefunden, dass sein Handy zum Tatzeitpunkt in Endingen eingeloggt war. 

Quelle: rosenheim24.de

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