Absturz im Iran

Flugzeugunglück: Elf Frauen sterben nach Junggesellinnenabschied 

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Absturz eines türkischen Privatjets im Iran: Elf Frauen sterben nach Feier von Junggesellinnenabschied.

Tragisches Ende eines Junggesellinnen-Abschieds: Auf dem Rückflug von ihrer Feier in Dubai ist die Tochter eines bekannten türkischen Geschäftsmanns mit ihren Freundinnen tödlich verunglückt.

Teheran/Istanbul - Auf der Rückreise von einem Junggesellinnenabschied ist im Iran ein türkischer Privatjet abgestürzt - alle elf Frauen an Bord kamen ums Leben. Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad schickte am Montag ein Team in den Iran, um bei den Bergungsarbeiten zu helfen. Diese wurden durch schlechtes Wetter und fast zwei Meter hohen Schnee erschwert. Der Privatjet war am Sonntagnachmittag iranischer Ortszeit gegen einen Berg geprallt und explodiert. Die genaue Ursache war noch unklar.

An Bord waren nach Angaben türkischer Medien ausschließlich Frauen. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, bei den Passagierinnen habe es sich um die 28-jährige Tochter Mina des türkischen Unternehmers Hüseyin Basaran und sieben ihrer Freundinnen gehandelt. Außerdem waren der Agentur zufolge zwei Pilotinnen und eine Flugbegleiterin an Bord. Die Passagierinnen hätten in Dubai den Junggesellinnenabschied der Unternehmertochter gefeiert und seien auf dem Rückflug nach Istanbul gewesen. Die Tochter hätte demnach im April heiraten sollen.

Flugzeugabsturz: Pilotin musste wegen technischem Defekt tiefer fliegen

Nach Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde im Iran war die Maschine bei Schahr-e Kord, der Hauptstadt der Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyari, abgestürzt. Im letzten Kontakt sagte die Pilotin der iranischen Flugverkehrskontrolle, dass sie wegen eines technischen Defekts die Flughöhe senken müsse. Bei schlechtem Wetter prallte die Maschine dann gegen den Helen-Bachtiar-Berg und explodierte.

Sechs der acht Passagiere waren nach Angaben der iranischen Behörden Türkinnen, zwei waren Spanierinnen. Den türkischen Medien zufolge war das Flugzeug im Besitz der Istanbuler Basaran Holding Company, die im Energie-, Bau- und Tourismussektor tätig ist. Firmenchef ist Hüseyin Basaran, der Vater von Mina Basaran. Er hatte einen riesigen Wohnkomplex in Istanbul nach seiner Tochter benannt, die Mina Towers.

Hochzeit sollte im April stattfinden

Die 28-Jährige wollte nach Informationen der türkischen Medien am 14. April ihren Verlobten Murat heiraten. Die Feier sollte in einem ehemaligen osmanischen Palast am Bosporus stattfinden, in dem heute ein Luxushotel untergebracht ist. Mina Basaran und ihre Freundinnen hatten mehrere Tage in den Vereinigten Arabischen Emiraten Junggesellinnen-Abschied gefeiert.

Drei der beteiligten Freundinnen wollten laut den Berichten ebenfalls in diesem Sommer heiraten. Mindestens eines der Opfer war zudem schwanger. Wie Mina Basaran waren auch mehrere ihrer Freundinnen in der Modebranche erfolgreich. Fotos aus den sozialen Netzwerken zeigten die jungen Frauen in einem Luxusressort sowie in der Maschine mit den Pilotinnen.

Ähnliches Flugzeug-Unglück im Iran bereits im Februar

Das Unglück erinnert an den Absturz einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Iran Aseman Airlines im Februar. Sie musste im Iran wegen eines Schneesturms die Höhe senken und prallte dann gegen einen Berg. Alle 65 Menschen am Bord kamen ums Leben.

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dpa

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