Gaddafi-Truppen in Sirte geben nicht auf

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Wo sich Diktator Gaddafi aufhält, ist unbekannt.

Misrata - Die Schlacht um Gaddafis Heimatstadt Sirte gestaltet sich für die Truppen des libyschen Übergangsrates schwieriger als erwartet. Die Soldaten des Diktaktors haben eine spezielle Taktik.

Ein Sprecher der früheren Aufständischen in der Stadt Misrata sagte am Donnerstag, der Feind habe Söldner hinter den Reihen der Soldaten postiert. Diese sollten verhindern, dass Soldaten desertierten. Die Anhänger des untergetauchten Machthabers Muammar al-Gaddafi bewegten sich zum Teil durch unterirdische Gänge fort. Etwa 50 Großfamilien seien bislang aus der Stadt geflohen.

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

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Libysche Medien, die mit dem Übergangsrat sympathisieren, meldeten unterdessen, eine Brigade der “Revolutionäre“ habe in Tripolis Mabruka al-Sherif, eine der beiden Haupt-Leibwächterinnen Gaddafis, in ihrem Haus festgenommen. Sie habe ausgesagt, Gaddafi habe sie in den Wochen vor dem Einmarsch der “Revolutionäre“ in Tripolis mehrfach in ihrem Haus aufgesucht.

Zuvor soll bereits die TV-Moderatorin Widjan Abu Zheir festgenommen worden sein. Diese wird von den Ex-Rebellen, über die sie sich in den vergangenen Monaten in ihrer Sendung lustig gemacht hatte, “Gaddafis Sprachrohr“ genannt.

Die NATO sieht noch immer eine Gefahr in Muammar al Gaddafi und seinen Truppen. “Die Mission ist auf keinen Fall vorbei“, sagte der Kommandeur des Einsatzes, Generalleutnant Charles Bouchard, am Donnerstag in Neapel. “Aber sie macht Fortschritte.“ Es sei nur eine Frage der Zeit, “bis diese Angelegenheiten geklärt werden“, betonte er. Nach NATO-Angaben sind die Gaddafi-Truppen mittlerweile auf drei Standorte zurückgedrängt und zu keinen koordinierten Aktionen mehr fähig. Ihren möglichen Aktionen seien aber noch immer rund 200.000 Menschen ausgesetzt, hieß es. Über den Verbleib Gaddafis sei nichts bekannt, erklärte der Kommandeur weiter.

dpa/dapd

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