Gangster rauben Magritte-Gemälde

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Ein Mann von der Spurensicherung betritt das Magritte-Museum in Brüssel, wo am Vormittag ein Gemälde des berühmten Surrealisten gestohlen worden war.

Brüssel - Am helllichten Tag haben zwei bewaffnete Gangster ein Gemälde des belgischen Surrealisten René Magritte aus dessen früherer Wohnung gestohlen.

Nach Angaben der Polizei erbeuteten sie am Donnerstag das 1948 gemalte Bild einer Nackten am Meer namens L'Olympia. Der Wert des Bildes, das Magrittes Frau Georgette mit einer Muschel auf dem Bauch zeigt, werde auf 3 bis 4 Millionen Euro geschätzt.

Bei dem Überfall auf die Wohnung im Brüsseler Stadtteil Jette, die jetzt als Magritte-Museum dient, erlitten vier Angestellte und zwei Touristen einen Schock, wurden aber darüber hinaus nicht verletzt. Magritte, der gemeinsam mit seinem Landmann Paul Delvaux und dem Spanier Salvador Dalí zu den prägenden Gestalten dss Surrealismus gehört, hatte von 1930 bis 1954 mit seiner Frau in dem Haus gewohnt.

Das Museum kann eigentlich nur nach Voranmeldung besichtigt werden. Ein Mann hatte um Einlass gebeten und - nachdem ihm die Tür geöffnet wurde - eine Pistole gezogen, teilte die Polizei mit. Gemeinsam mit einem Komplizen hielt er die sechs im Gebäude anwesenden Personen in Schach. Die Männer stahlen dann zielstrebig das 60 mal 80 Zentimeter Bild und verschwanden zunächst zu Fuß, bevor sie später in ein Auto stiegen.

Magritte war 1967 im Alter von 68 Jahren in Brüssel gestorben.

dpa

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