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Gegen zu viel Haut: Katholische Schule gibt Dresscode vor

Das ist nur halbnacktes Wachs: Aber so wie die Wachsfigur von US-Sängerin Jennifer Lopez bei Madame Tussauds gekleidet ist, möchte ein katholisches Hamburger Gymnasium seine Schülerinnen nicht mehr sehen. Foto: Jens Kalaene
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Das ist nur halbnacktes Wachs: Aber so wie die Wachsfigur von US-Sängerin Jennifer Lopez bei Madame Tussauds gekleidet ist, möchte ein katholisches Hamburger Gymnasium seine Schülerinnen nicht mehr sehen. Foto: Jens Kalaene

Mit einem Verbot von Hotpants hat kürzlich schon eine Schule in Baden-Württemberg viel Aufmerksamkeit erregt. Jetzt folgt ein katholisches Gymnasium in Hamburg mit einer ähnlichen Kleiderordnung. Der Dresscode hat die Überschrift «Was wir nicht sehen wollen».

Hamburg (dpa) - Die katholische Sophie-Barat-Schule in Hamburg geht gegen allzu freizügige Kleidung im Unterricht vor. Die Schulkonferenz aus Lehrern, Eltern und Schülern habe zum neuen Schuljahr mehrheitlich einen Dresscode für Schüler und Schulmitarbeiter des Gymnasiums beschlossen.

Das teilte der Katholische Schulverband Hamburg mit. Unter der Überschrift «Was wir nicht sehen wollen» sind dort aufgeführt: «Brustansatz, Bauchfreiheit, Unterwäsche/Unterhosen, zu viel Oberschenkel.» Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Mit einem Verbot von Hotpants - also sehr kurzen, eng anliegenden Hosen für Frauen - war kürzlich bereits eine Schule aus Horb am Neckar (Baden-Württemberg) in die Schlagzeilen gekommen. In dieser Woche wurde bekannt, dass der Fall im Bonner Haus der Geschichte verewigt wird. Ausgestellt werden unter anderem ein Brief an die Eltern und ein weißes T-Shirt, das unpassende Kleidung verhüllen sollte.

Er befürchte nicht, dass der neue Dresscode in Hamburg ebenfalls im Haus der Geschichte lande, sagte der Sprecher des Katholischen Schulverbands, Christoph Schommer.

Im Dresscode der Sophie-Barat-Schule heißt es weiter: «Dabei kann allzu freizügige und nachlässige Garderobe ungute Gefühle auf Lehrer-, aber auch auf Schülerseite hervorrufen.» An der Schule gehe es um gegenseitige Wertschätzung und Toleranz. «Dieser Umgang wird durch die Kleidung unterstrichen.»

Anders als in der Schule in Horb am Neckar gibt es aber an der Hamburger Schule keine weißen T-Shirts zur Verhüllung. «Die Lehrer verweisen dann nur freundlich auf die Schulordnung und bitten darum, am nächsten Tag mit angemessener Kleidung zum Unterricht zu erscheinen», sagte Schommer.

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