Griechenland: Neuer Bombenanschlag

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Anti-Terror-Experten der Polizei suchen nach Beweisstücken nach der Bombenexplosion in Kallithea.

Athen - Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Ein in einem Mülleimer versteckter Sprengsatz detonierte am Freitag gegen Mitternacht vor dem Gebäude des Presseamtes in Kallithea.

Verletzt wurde niemand. Die Polizei hatte den Tatort rechtzeitig abgesperrt. Anrufer hatten bei zwei Fernsehsendern vor dem Anschlag gewarnt. Das Gebäude, benachbarte Geschäfte und mehrere Autos wurden beschädigt, wie das Fernsehen berichtete. Als Urheber des Anschlags gerieten am Sonntag erneut Linksextremisten ins Visier der Ermittler. Linke Gruppen hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Polizisten angegriffen und Bomben gezündet. Ein Bekennerschreiben lag zunächst allerdings nicht vor.

Erst am vorigen Samstag war vor dem Parlamentsgebäude in Athen eine Bombe explodiert. Hintergrund ist der Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel im Dezember 2008. Wochenlang gab es gewaltsame Straßenproteste, bei denen Dutzende Geschäfte von Vermummten zerstört wurden. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Ein zweiter Beamter war im Januar von schwer bewaffneten Extremisten angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. An diesem Mittwoch beginnt in der kleinen Provinzstadt Amfissa der Prozess gegen zwei Polizisten wegen des Todes des 15-Jährigen. Autonome kündigten Proteste während der Verhandlung an.

dpa

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