Spaß geht nach hinten los

Großer Kunstraub: TV-Magier unter Verdacht

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Dieses Bild ist eines der gestohlenen Kunstwerke von Damien Hirst.

London - Eine Ankündigung für seine neue TV-Show hat einen britischen Magier in arge Schwierigkeiten gebracht. Derren Brown soll in einen großen Kunstraub verwickelt sein.

Derren Brown ist einer der größten Illusionisten unserer Zeit. So hat er unter anderem schon die britischen Lottozahlen vorhergesagt und einen unschuldigen Menschen mittels Hypnose fast zu einem Auftragsmörder gemacht. Sein neuester Streich: Er wollte ein paar Rentner beibringen, ein wertvolles Kunstwerk aus einer Galerie zu entwenden. Dieses Konzept für ein TV-Special kündigte der Magier vor wenigen Tagen mit einem Trailer auf seiner Homepage an.

Da ist es kein Wunder, dass ganz England sofort an ihn dachte, als am Mittwoch die Zeitungen schrieben, dass aus einer Londoner Galerie zwei Werke des britischen Künstler-Stars Damien Hirst gestohlen worden seien. Brown hatte den Raub ja nicht nur quasi angekündigt, das Schlitzohr hatte auf seinem Facebook-Profil selbst noch auf die Meldung hingewiesen. Damit nicht genug: Auf Twitter deutete Brown einen Zusammenhang zwischen dem Raub und seiner Sendung an, die er bei Gelegenheit kräftig bewarb. Vielsagend schrieb er dort: "Damien Hirst? @DerrenBrown? No comment. #GreatArtRobbery, Friday, 9pm!"

Am Donnerstag ruderte der Magier dann zurück. "Channel 4 hat erklärt, dass ich die Hirsts nicht gestohlen habe. Meine Güte. #Ich war's nicht, Officer", twitterte er mit lesbarer Freude an dem Durcheinander, das er angerichtet hatte. Der Sprecher des Zauberers bestätigte laut dem "Independent": "Er hat auf Twitter nur ein wenig Schabernack getrieben." Der TV-Sender bekräftigte, bei dem Raub habe sich um keinen Werbe-Gag gehandelt, man ermutige eventuelle Zeugen der Tat, der Polizei bei der Aufklärung des Falles zu helfen.

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Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte der Dieb am frühen Morgen die Tür der Galerie im Stadtteil Notting Hill aufgebrochen, die beiden Bilder entwendet und war nach seiner Tat in einem dunklen Wagen geflüchtet. Der Täter habe sich offenbar gezielt die Werke "Pyronin Y" und "Oleoylsarcosine" ausgesucht. Der Wert der aus bunten Punkten konzipierten Bilder wird auf 33.000 Pfund (39.500 Euro) geschätzt.

Der 1965 in Bristol geborene Künstler Damien Hirst ist ein prominenter Vertreter der Bewegung der Young British Artists. 1995 wurde er mit dem renommierten Turner Prize ausgezeichnet. Seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt Top-Preise. 2008 versteigerte das Auktionshaus Sotheby's mehr als 220 Hirst-Werke für insgesamt 200 Millionen Dollar (145 Millionen Euro).

hn/afp

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