Der Comic-Held wird heute 75

Happy Birthday, Donald Duck!

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Donald Duck ist für Späße nie zu alt: 75 Jahre alt wird er am heutigen 9. Juni 2009.

Donald Duck erblickte am 9. Juni 1934 das Licht der Comic-Welt. Wir beleuchten das Leben des tollpatschigen Erpels: Mit 75 Fakten aus seinem Leben und den Filmen, die ihn berühmt gemacht haben.

* Sein vollständiger Name lautet Donald Fauntleroy Duck.

* Fauntleroy ist eine Anspielung auf Donalds bevorzugte Seemannskleidung. Die Mützen, die er dazu so gerne trägt, heißen so.

* Laut Walt Disney kam Donald Duck in einer stürmischen Nacht, an einem Freitag, den 13. März zur Welt. Donald flog in einer Schlammblase durch ein Fenster des Disney-Studios, landete auf dem Autoren-Tisch und schnatterte wütend los: „Wollt ihr was von mir?“

Bilder der frechen Ente gibt es in dieser Galerie.

* Seinen ersten Auftritt auf der Leinwand lieferte Donald am 9. Juni 1934 – vor genau 75 Jahren in dem Trickfilm „The Wise Little Hen“ („Die kluge kleine Henne“).

* Sein Schöpfer ist Carl Barks (1901 - 2000), der nicht nur Donalds Biograph ist, sondern auch viele andere Bewohner von Entenhausen erdachte.

* Einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte Donald auf Oma Ducks Bauernhof.

* Ob Donald einen Schulabschluss hat, ist unklar. Zumindest hat er eine Schule besucht, denn in Entenhausen besteht Schulpflicht.

* Am häufigsten ackert Donald als Laufbursche in einer Margarinefabrik. Doch er ist auch in anderen Berufen zu erleben, etwa als Bahnhofsvorsteher, Farmer, Leuchtturmwärter, Baggerfahrer, Imker, Handelsvertreter für Bürsten usw.

* Hobbys: Am liebsten Angeln und Faulenzen. Manchmal auch die Jagd.

* Donalds Lieblingsfarbe ist Rot.

* Seit dem 1. Juli 1938 fährt er einen 1934 Belchfire Runabout, der einem alten Ford nachempfunden ist. Die Farbe des Flitzers ist natürlich rot, es gibt ihn aber auch in Gelb.

* Das Kennzeichen lautet 313. Die Nummer steht für 3 mal 13, also 3 mal Unglück. Außerdem deutet sie auf seinen Geburtstag am 13. März hin. Heute eine Kfz-Zulassung mit der Nummer 313 zu bekommen ist fast unmöglich – wahre Fans haben längst zugeschlagen.

* Daisy ist Donalds zweite Liebe: Vor ihr betörte die feurige Donna Duck den Erpel 1937. Das Ende: Die Senorita ließ Donald einfach sitzen.

* Drei Jahre trauerte Donald, dann fand er Daisy. Er lernte sie im Trickfilm “Mr. Duck steps out“ kennen und lieben. Es gibt jedoch Quellen, die behaupten, Donna und Daisy seien ein und dieselbe Person.

* Daisy und Donald standen sogar kurz vor der Hochzeit. Der Erpel bekam jedoch kalte Füße und blies alles ab. Seither sind die beiden dauerverlobt.

* Donald hat im Laufe seines Lebens verschiedene Wohnungen bezogen. Aktuell wohnt er in einem Häuschen mit Garten.

* Sein Nachbar ist Zacharias Zorngiebel, kein freundlicher Zeitgenosse.

* Donalds Neffen Tick, Trick und Track zogen bereits am 17. Oktober 1937 bei ihm ein. Della Duck ist Donalds Zwillingsschwester. Sie schickte ihrem Bruder einen Brief sowie ihre drei Söhne und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

* Onkel Dagobert, der reichste Mann der Welt, ist der Bruder von Donalds Mutter Dortel. Im amerikanischen Original heißt Dagobert Scrooge McDuck – in Anlehnung an Ebeneezer Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens.

* Die erste Begegnung: Zur Weihnachtszeit will der übellaunige Onkel seine Lieben mit einem Bärenfell erschrecken. Die aber bestehen die „Mutprobe“.

* Der Widerpart zu Donald ist Gustav Gans, ein echter Glückspilz. Außerdem ist er Donalds ewiger Rivale in der Gunst um Daisy. Donald und Gustav Gans sind tatsächlich miteinander verwandt – obwohl es sich ja um eine Ente und eine Gans handelt. Wie? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Gustav nennt Dagobert Onkel, ebenso wie Donald. Aber: In einer Szene sagt Gustav Gans: „Onkel Dagobert ist meiner Mutter Bruder Schwager.“ Das könnte durchaus bedeuten, dass Dagobert Gustavs Vater wäre.

* Nachts verwandelt sich Donald in Phantomias und bekämpft die Kriminalität in Entenhausen. Wichtigste Ganoven sind die Panzerknacker. Carl Barks nannte sie „Beagle Boys“. Anführer der Bande ist Opa Knack, der als einziger auf der Brust das Schild „Begnadigt“ trägt.

* Phantomias größte Hilfe ist Berufserfinder Daniel Düsentrieb, der allerlei nützliches Gerät für den Helden erfindet. Der Enten-Ingenieur gab sein Debüt 1952. Immer dabei ist das „Helferlein“ – eine geheimnisvolle Konstruktion mit heller Birne.

* Micky und Donald sind ohne Zweifel miteinander befreundet, sie achten und respektieren sich. Doch während Micky das ewig Gute symbolisiert, strotzt Donald vor liebenswerten Schwächen und Fehlern – er ist eben eine „Ente wie du und ich“. Beide sehen sich nicht sehr oft: Donald wohnt im amerikanischen Original in Duckburg (Entenhausen), Micky ist in Mouse Ville zuhause.

* Der Erpel ist preisgekrönt. So besitzt er seit 2004 einen eigenen Stern auf dem Walk of Fame. Donald bekam sogar schon einen Oscar – für „The Fuehrers Face“. Und für seine Kinoheldentaten während des Zweiten Weltkrieges wurde Donald zu seinem 50. Geburtstag zum Sergant ernannt.

* Seine Stimme fand Donald in dem Komiker Clarence Nash, der dem Erpel bis 1983 seine Stimme lieh.

* Im September 1951 erschien im Ehapa-Verlag in Stuttgart das erste Comic-Heft Micky Maus– natürlich auch mit den Abenteuern des tolpatschigen Erpels.

* Erste Chefredakteurin war die legendäre Dr. Erika Fuchs. Die promovierte Kunsthistorikerin übersetzte die Sprechblasen und schuf im Laufe der Jahre eine unverwechselbare Donald-Sprache.

* Zum Geburtstag sind im Egmont Ehapa Verlag eine vierbändige Jubiläumsbox, ein Geburtstags-LTB und ein Sonderband 75 Jahre Superstar erschienen.

* Am 16. April 1977 wurde Donald in Deutschland endgültig Kult: Der Meteorologe Hans von Storch gründete D.O.N.A.L.D, die „Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus“. Seit dieser Zeit wird in Sachen Erpel aus Entenhausen geforscht, was das Zeug hält.

* Donalds letzter Wille wird im Lied vom rührseligen Cowboy deutlich: „Und lieg‘ ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitarre und gebt sie mir mit ins Grab.“ Doch Helden sterben nicht – sie werden höchstens Geschichte. In diesem Sinne: „Donald forever!“

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