Hubschrauber mit Deutschen abgeschossen

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Kundus - Taliban-Kämpfer haben am Mittwoch in der nordafghanischen Provinz Kundus einen Hubschrauber mit deutschen Soldaten an Bord abgeschossen. Die Soldaten sind unverletzt.

Die Bundeswehr teilte mit, niemand sei verletzt oder getötet worden. An Bord des zivilen Helikopters vom Typ Mi-8 seien zwei deutsche Soldaten des Wiederaufbauteams in Kundus sowie Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF gewesen. Passagiere und Besatzung seien ins deutsche Feldlager in Kundus gebracht worden. Der Helikopter habe einer privaten Transportfirma gehört und sei nach dem Beschuss notgelandet.

Zu dem Vorfall kam es nach Angaben der Bundeswehr rund 27 Kilometer nordöstlich des deutschen Feldlagers, das am Rande der Stadt Kundus liegt. Die ISAF teilte mit, der Helikopter sei von US- Truppen gechartert gewesen und mit Kleinwaffen beschossen worden. ISAF-Soldaten hätten die Landestelle gesichert. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, Aufständische hätten den Helikopter mit einer Panzerfaust-Granate getroffen und alle Soldaten an Bord getötet. Taliban-Angaben zu Opfern bei ihren Angriffen sind meist hochgradig übertrieben.

Am Dienstag war in der zentralafghanischen Provinz Wardak ein türkischer ISAF-Hubschrauber aus unbekannten Gründen abgestürzt. Dabei waren nach Angaben der afghanischen Behörden drei Besatzungsmitglieder verletzt worden. Bei Anschlägen in Südafghanistan wurden unterdessen zwei ISAF- Soldaten und zwei zivile afghanische Minenräumer getötet. Die NATO- geführte ISAF machte keine Angaben zur Nationalität der getöteten Soldaten. Das afghanische Innenministerium teilte mit, das Fahrzeug der Minenräumer sei in eine Sprengfalle geraten. Die Opfer hätten für eine Hilfsorganisation gearbeitet, die Landminen meist aus der sowjetischen Besatzungszeit suche und beseitige. In der südostafghanischen Provinz Ghasni griffen Taliban-Kämpfer einen Kontrollposten der Polizei an. Die Behörden teilten mit, drei Polizisten und zwei der Angreifer seien getötet worden.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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