Behörden warnen vor Sturmfluten

Hurrikan „Delta“ trifft auf die USA: Umherfliegende Trümmerteile - 600.000 Menschen ohne Strom

Hurrikan „Delta“ hat die Küste des US-Bundesstaats Louisiana erreicht. Die Behörden warnten vor heftigen Winden und lebensgefährlichen Sturmfluten.

  • Hurrikan „Delta“ hat die Küste der USA erreicht.
  • Der Hurrikan* brachte heftige Regenfälle mit sich, die Behörden warnten vor Sturmfluten.
  • Mehr als 200.000 Haushalte blieben ohne Strom.

Update vom 11. Oktober, 10.17 Uhr: Heftige Regenfälle, eine Warnung vor Sturmfluten und rund 600.000 Menschen ohne Strom - der Sturm „Delta“ ist auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von gut 150 Kilometern pro Stunde.

Über dem Golf von Mexiko hatte sich „Delta“ zuvor von Hurrikan-Stufe drei auf zwei abgeschwächt und war am Samstag zum tropischen Sturm heruntergestuft worden. Meteorologen rechneten damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell weiter an Kraft verlieren werde. Laut Fernsehsender CNN galt für rund fünf Millionen Menschen im Mississippi River Valley eine Warnung vor Sturmfluten. Im Südwesten Louisianas fielen demnach in einigen Gegenden rund 430 Liter Wasser pro Quadratmeter. Nach Angaben der Webseite Poweroutage.us waren Hunderttausende Menschen in Louisiana ohne Strom, in Texas und Mississippi gab es je rund 100.000 Ausfälle.


In der diesjährigen Wirbelsturm-Saison über dem Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, zuletzt war das 2005 nötig.

Hurrikan „Delta“ trifft auf die USA: Umherfliegende Trümmerteile - mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom

Update vom 10. Oktober, 9.17 Uhr: Der Hurrikan „Delta“ ist am Freitagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von gut 150 Kilometern pro Stunde auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana in der Nähe des Orts Creole getroffen. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich, die Behörden warnten vor Sturmfluten. Mehr als 200.000 Haushalte blieben nach Berichten von US-Fernsehsendern ohne Strom. Der Hurrikan schwächte sich über dem Golf von Mexiko zuvor von Stufe drei auf Stufe zwei ab. Meteorologen rechneten damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell an Kraft verlieren werde.

In der Nacht zum Samstag gab es jedoch noch keine Entwarnung. Die Behörden warnten davor, dass der Wind zum Teil immer noch herumliegende Trümmerteile des vorherigen Hurrikans „Laura“ durch die Gegend wirbeln könnte. Dieser Hurrikan des Stufe vier war erst vor sechs Wochen nur wenige Kilometer entfernt durchgezogen.

Hurrikan „Delta“ trifft auf Küste des US-Bundesstaats Louisiana

Die damaligen Schäden sind an vielen Häusern noch nicht behoben worden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass zahlreiche Gebäude blaue Planen statt feste Dächer haben. Wie Gouverneur John Bel Edwards am Freitag berichtete, wohnen seitdem noch immer rund 10.000 Menschen in Hotels. Angesichts der Corona-Krise sollen Notunterkünfte bei Evakuierungen nur kurz genutzt werden. Danach würden die Menschen schnell auf weitere Hotelzimmer verteilt werden, sagte Edwards.

Mit einer Geschwindigkeit von gut 20 Kilometern pro Stunde bewegt sich „Delta“ relativ schnell. Die Behörden rechneten mit zum Teil bis zu drei Meter hohen Sturmfluten. Hurrikan „Delta“ ist bereits der vierte Sturm, der die Küste von Louisiana in diesem Jahr trifft.

Hurrikan „Delta“ steuert auf Louisiana zu - Sicherheitsmaßnahmen werden getroffen

Update vom 9. Oktober, 21.53 Uhr: Mit rund 195 Kilometern pro Stunde und noch stärkeren Böen hat sich der Hurrikan Delta auf die Golfküste der USA zubewegt. Während sich die Küste noch auf das Schlimmste gefasst macht, bereiten Soldaten Feldbetten vor.

Das betroffene Louisiana erholt sich noch von den Folgen des Sturms Laura im August - und muss jetzt schon wieder bangen. Es wird erwartet, dass sich der Sturm über dem Land schnell abschwächt und dann weiter in Richtung Mississippi und Alabama ziehen.

Hurrikan „Delta“ steuert auf die USA zu: Er gewinnt nach Mexiko wieder an Stärke

Update vom 9. Oktober, 9.47 Uhr: Hurrikan „Delta“ steuert auf die USA zu. Zuerst hatte der Sturm Mexikos Yucatán-Halbinsel verwüstet, dort aber glücklicherweise keine Todesopfer oder größere Schäden verursacht. „Delta“ hat allerdings auf seinem Weg Richtung USA wieder an Stärke gewonnen.

Route des Hurrikans Delta:Stärke laut NHC
Karibisches Meer (Caymen Inseln)Stufe vier
Mexiko (Yucatán-Halbinsel)Abfall von Stufe drei auf eins
USA (Louisiana)Anstieg auf Stufe drei

Lebensbedrohliche Sturmfluten an der Küste der USA erwartet: Menschen flüchten vor Hurrikan „Delta“

Er sei nun ein Hurrikan der Kategorie drei. Dies teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in den USA mit. Weiterhin wurde vor Windgeschwindigkeiten von um die 185 Kilometer pro Stunde und stärkeren Böen gewarnt. An Teilen der US-Golfküste muss, nach Angaben des NHC, mit lebensbedrohlichen Sturmfluten gerechnet werden.

Am Freitag, dem 9. Oktober, soll der Hurrikan gegen Nachmittag oder Abend (Ortszeit) im Südwesten des Bundesstaates Louisiana aufs Festland treffen. Nach Ankündigung der lebensbedrohlichen Sturmfluten wenden sich die Menschen bereits an Evakuierungszentren vor Ort.

Im August 2020 war die Region bereits von Hurrikan „Laura“ schwer getroffen worden. Die US-Meteorologen hatten auch dort vor großen Wellen, extremem Wind und Sturzfluten gewarnt.

Hurrikan „Delta“: Mexiko zieht erste Bilanz - Sturm steuert auf die USA zu

Update vom 8. Oktober, 12.04 Uhr: Der Hurrikan „Delta“ ist am Mittwoch (7. Oktober) über Mexikos Yucatán-Halbinsel hinweggezogen und steuert nun auf die USA zu. Mittlerweile schwächte sich der Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie eins ab. Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums der USA wird er aber voraussichtlich wieder an Kraft gewinnen, wenn er am Donnerstag über den Golf von Mexiko zieht. Laut Vorhersage erreicht „Delta“ die US-Küste im Norden des Golfs am Freitag.

Der Nordosten der mexikanischen Halbinsel Yucatán konnte nach dem Hurrikan eine vergleichsweise glimpfliche Bilanz ziehen. Bäume und Strommasten stürzten um, vereinzelt kam es auch zu Überschwemmungen. Nach Angaben der Gouverneure der betroffenen Bundesstaaten gab es allerdings keine größeren Schäden, auch Todesopfer mussten nicht vermeldet werden. Zu den betroffenen Gebieten zählten beliebte Touristenorte wie Cancún und Tulum. Rund 40.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Die Polizei räumt in Mexiko Äste und Trümmer von einer Straße. Hurrikan „Delta“ traf die Südostküste des Landes mit großer Wucht.

Hurrikan „Delta“ trifft auf mexikanische Halbinsel Yucatán

Update vom 7. Oktober, 14.08 Uhr: Der Hurrikan „Delta“ hat am Mittwochmorgen Ortszeit die mexikanische Halbinsel Yucatán erreicht. Er traf rund 35 Kilometer südlich des Urlaubsorts Cancún auf Land, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mitteilte. Es wurde vor starken Winden und lebensbedrohlichen Sturmfluten gewarnt. Verzichtbare Aktivitäten wurden eingestellt und besonders bedrohte Gegenden evakuiert. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte den Einsatz von 5.000 Soldaten zum Katastrophenschutz an.

Am Dienstag war „Delta“ als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier über dem karibischen Meer an den Cayman-Inseln vorbeigezogen. Laut Hurrikan-Zentrum schwächte er sich mittlerweile auf die Kategorie zwei ab. Die Spitzengeschwindigkeiten der Winde erreichten bis zu 175 Kilometern pro Stunde, teilte das Hurrikan-Zentrum weiter mit.

Hurrikan „Delta“ steuert auf Nord-Amerika zu

Erstmeldung: Mexiko-Stadt - Mexikos Yucatán-Halbinsel wappnet sich für den stärksten Sturm dort seit 15 Jahren. Hurrikan «Delta» trifft am Mittwoch auf die Halbinsel und wohl auch die Stadt Cancún.

Der tropische Wirbelsturm zog am Dienstag über dem Karibischen Meer als Hurrikan der Stufe 4 von 5 an den Cayman-Inseln vorbei. Er erreichte eine anhaltende Windgeschwindigkeit von bis zu 230 Stundenkilometern - ab 252 Kilometern pro Stunde wäre von einem Wirbelsturm der höchsten Stufe die Rede. Es wurde erwartet, dass «Deltas» Zentrum in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in Yucatán auf Land treffen und sich später weiter Richtung USA bewegen würde.

Das Nationale Hurrikanzentrum der USA warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und «potenziell katastrophalen» Bedingungen durch den «extrem gefährlichen» Sturm an der Nordostküste Yucatáns. Es würden Wellen von bis zu zehn Metern Höhe sowie Stromausfälle erwartet, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Quintana Roo, Carlos Joaquín. Besonders bedrohte Gegenden wurden evakuiert und verzichtbare Aktivitäten eingestellt, auch im Nachbarstaat Yucatán. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte den Einsatz von 5000 Soldaten zum Katastrophenschutz an.

Hurrikan: Die fünf Kategorien* - Windgeschwindigkeiten

KategorieWind (km/h)Zentral-LuftdruckAnstieg Wasserspiegel
Tropische Depression46-62
Tropischer Sturm63-118
Kategorie 1 (schwach)119-153> 980 hPa1,7 - 2,5 m
Kategorie 2 (mäßig)154-177965-979 hPa1,7 - 2,5 m
Kategorie 3 (stark)178-208945-964 hPa2,6 - 3,7 m
Kategorie 4 (sehr stark)209-251920-944 hPa3,8 - 5,4 m
Kategorie 5 (verwüstend)> 251< 920 hPa> 5,5 m

*Saffir-Simpson-Hurrikanskala, Quelle: Deutscher Wetterdienst

Hurrikan Delta - Für 40.000 Touristen stehen 170 Notunterkünfte bereit

Im betroffenen Gebiet liegen beliebte Urlaubsorte, darunter die Städte Cancún und Tulum. Nach Medienberichten, die sich auf Behördenangaben stützen, hielten sich in Quintana Roo trotz der Corona-Pandemie rund 40.000 Touristen auf. Allein in Cancún standen laut Bürgermeisterin Mara Lezama 170 Notunterkünfte bereit. Der Flughafen der Stadt sollte am späten Dienstagabend (Ortszeit) vorerst den Betrieb einstellen.

„Delta“ stärkster Sturm seit 15 Jahren

«Delta» ist nach Angaben von Gouverneur Joaquín der stärkste Sturm in der Gegend seit 2005, als «Wilma» große Teile der weißen Sandstrände von Cancún wegspülte. Um sie wiederherzustellen, wurden für rund 20 Millionen US-Dollar 2,7 Millionen Kubikmeter Sand herbeigeschafft.

Auch für Kuba und die Cayman-Inseln wurde für die kommenden Tage starker Regen vorhergesagt. Der Wirbelsturm bewegte sich mit knapp 30 Stundenkilometern in nordwestliche Richtung. Nach Angaben des Hurrikanzentrums war damit zu rechnen, dass er sich über Land etwas abschwächt. Wenn «Delta» den südlichen Golf von Mexiko erreiche, werde er aber voraussichtlich erneut an Kraft gewinnen. Am Freitag dürfte er sich dem nördlichen Golf - und damit der US-Küste - nähern.

Darum heißt der Hurrikan „Delta“

Die Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, fällt dieses Jahr besonders heftig aus. Die 21 Namen, die für die Stürme vorgesehen waren, sind bereits aufgebraucht, so dass nun auf das griechische Alphabet zurückgegriffen wird - das passierte zuletzt ebenfalls im Jahr 2005. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, dürfte Experten zufolge eine Folge des Klimawandels sein. (dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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