Indonesien: Zahl der Erdbeben-Opfer steigt auf 57

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Ein junges Erdbebenopfer wird in ein Krankenhaus in Bandung (Indonesien) gebracht.

Cikangkareng - Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in Indonesien steigt die Zahl der Toten und Verletzten:

Mindestens 57 Menschen kamen nach offiziellen Angaben vom Donnerstag in dem Beben der Stärke 7,0 auf der dicht bevölkerten Insel Java ums Leben, mehr als 110 wurden zum Teil schwer verletzt. Da viele entlegene Orte noch nicht erreichbar waren, wurde ein weiterer Anstieg der Opferzahlen befürchtet.

Helfer graben mit bloßen Händen

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Suche nach Überlebenden nach Erdbeben in Indonesien

Im Dorf Cikangkareng gruben Bergungsmannschaften mit bloßen Händen in den Geröllmassen eines Erdrutsches nach Überlebenden. Der Erdrutsch begrub in dem entlegenen Ort elf Häuser und eine Moschee unter sich; Dorfbewohner bargen fast ohne Hilfsmittel zunächst 13 Leichen. Vermutlich mehr als 50 Menschen wurden vermutlich verschüttet. “Die Überlebenschance ist so gering, aber wir müssen sie finden“, sagte der Verwalter des Bezirks, Maskana Sumitra.

18.300 Gebäude wurden beschädigt, die Hälfte davon schwer, teilten die Behörden mit. Viele Opfer seien von herabfallenden Trümmerteilen oder einstürzenden Wänden erschlagen oder verletzt worden. Hinzu kamen Verschüttete in zahlreichen Erdrutschen vor allem in ländlichen Gebieten.

Auch Hochhäuser wankten

Das Beben der Stärke 7,0 erschütterte die Insel Java und brachte auch Hochhäuser in der Hauptstadt Jakarta ins Wanken, Tausende rannten in Panik auf die Straßen. Besonders betroffen war die Provinz West-Java. Mindestens 5.300 Menschen suchten Notunterkünfte auf. Das Beben war auch noch in der hunderte Kilometer entfernten Ferieninsel Bali zu spüren.

AP

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